Der Carinthische Sommer eröffnet seine Saison 2022am 9. Juli mit der österreichischen Erstaufführung von Beethovens 10. Sinfonie und beleuchtet in Folge in mehreren Konzerten gemäß dem diesjährigen Festivalmotto Die Zerbrechlichkeit der Geometrie das Verhältnis von Musik und Architektur. Passend zum Thema finden die Carinthischen Dialoge, mit dem Titel Resonanz–Räume, erstmals in Zusammenarbeit mit dem Carinthischen Sommer statt. Neu ist auch eine Kooperation mit dem Festival Mittelfestin Cividale del Friuli. Sie richtet sich an Künstler  unter 30 Jahren.

Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie war bereits zu seinen Lebzeiten ein gigantischer Erfolg. Danach arbeitete der Komponist noch bis an sein Lebensende an einer weiteren Sinfonie, von der jedoch nur Skizzen und Arbeitsstudien vorhanden sind. Anhand dieser Fragmente hat ein internationales Team aus Musikexperten und Wissenschaftlern des Bonner Beethoven-Hauses im Jahr 2020, dem 250. Geburtsjahr Beethovens, das Werk mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz(KI) fertiggestellt.
„Die Debatte um Proportionen in Musik und Architektur, die aufeinander wirken und ineinander greifen, lebt, seit es Kunst gibt von der Antike bis in die Gegenwart“, sagt Intendant Bleck. „Viele der Festivalkünstler haben das Thema gern aufgegriffen und so bieten wir zu dem Motto Die Zerbrechlichkeit der Geometrie eine Reihe unterschiedlicher Konzerte. Damit eröffnet dieses Zitat eine Perspektive, die weit über das Thema Architektur hinausgeht“, so der Intendant.
Die Förderung zeitgenössischer Musik und junger Künstler aller Genres war von jeher ein großes Anliegen von Intendant Holger Bleck. Dafür initiierte er nun eine Kooperation mit dem Festival Mittelfestin Cividale del Friuli, das unter dem Titel Mittelyoung Künstler unter 30 Jahren fördert.
9. Juli bis 30. August 2022

carinthischersommer.at