Das Aargauer Kunsthaus verfügt über die schönste und umfassendste öffentliche Sammlung mit Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Schwerpunkte im älteren Teil der Sammlung bilden Werke von Caspar Wolf oder Johann Heinrich Füssli. Die frühe Moderne wird durch wichtige Werke von Ferdinand Hodler, Giovanni Giacometti und Cuno Amiet repräsentiert. Neben etablierten zeitgenössischen Positionen werden stets auch sehr junge Kunstschaffende berücksichtigt.
Thematische Sammlungsausstellungen und die regelmäßig wechselnden Präsentationen der Bestände ermöglichen anregende Dialoge und eröffnen immer wieder neue Blickwinkel.

Art as Connection
In Reaktion auf die durch die Coronapandemie ausgelösten Erschütterungen gestaltet sich Art as Connection als eine experimentelle und offen angelegte Ausstellung. Sie reflektiert diese Ereignisse um Neues daraus entstehen zu lassen und gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen und thematisiert gleichzeitig unsere Verbundenheit.
Die Pandemie hat in der Gesellschaft bereits vorhandene Themen und Missstände besser sichtbar gemacht und ihnen eine neue Dringlichkeit verliehen. Wir wurden wiederholt und unmittelbar mit Fragen zu Isolation und Ausgrenzung, Misstrauen, Krankheit und Tod, zum Wert von Solidarität und Gemeinschaft konfrontiert. Obwohl oder gerade weil wir uns zur Pandemiebekämpfung in die Vereinzelung begeben mussten, wurde deutlich, dass wir auf verschiedenen Ebenen in einem engen Beziehungsnetz zueinanderstehen und eine solche Krise nur gemeinschaftlich bewältigt werden kann. Kunst bietet uns die Möglichkeit, solche Verbindungen zu schaffen.
Um verschiedene Blickwinkel auf diese ungewöhnliche Zeit zu eröffnen und der Unsicherheit mit Offenheit zu begegnen, entwickelte das kuratorische Team des Aargauer Kunsthauses die Ausstellung im engen, bewusst kollektiv angelegten Diskurs mit den eingeladenen Kunstschaffenden. Ihre Beiträge in der Ausstellung gestalten sich in unterschiedlichen Formaten – von „klassischen” künstlerischen Arbeiten wie einer Serie Zeichnungen oder einer Installation aus Tonobjekten, über Veranstaltungen bis hin zu sehr offen und prozesshaft angelegten Settings.
23. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022

www.aargauerkunsthaus.ch