Von 1933 bis 1938 hielten die Nationalsozialisten in Nürnberg ihre Reichsparteitage ab. Noch heute zeugen gigantische Baureste von der Inszenierung dieser Propagandaschauen. Die Ausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände vermittelt ein umfassendes Bild nationalsozialistischer Gewaltherrschaft sowie der Geschichte der Reichsparteitage. Das Studienforum bietet zahlreiche Bildungsangebote. Auf dem 4 Quadratkilometer großen Reichsparteitagsgelände informieren Tafeln über die Historie des Standortes.

Noch heute zeugen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände im Süden Nürnbergs gigantische Baureste vom Größenwahn des nationalsozialistischen Regimes. Auf elf Quadratkilometern sollte hier eine monumentale Kulisse für die Selbstinszenierung der NSDAP entstehen.
Seit 2001 besteht im Nordflügel der unvollendet gebliebenen, von den Nationalsozialisten für 50.000 Menschen konzipierten Kongresshalle das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Mit einem Pfahl aus Glas und Stahl, der sich durch den Nordflügel bohrt, setzt das Dokumentationszentrum auch von außen ein weithin sichtbares markantes, zeitgenössisches Architekturzeichen.
Auf 1.300 Quadratmeter informiert dort die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt” über Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Dabei stehen jene Themen, die einen direkten Bezug zu Nürnberg aufweisen, im Mittelpunkt der 19 chronologisch strukturierten Ausstellungsbereiche: die Geschichte der Reichsparteitage, die Bauten des Reichsparteitagsgeländes, die „Nürnberger Gesetze” von 1935, der „Nürnberger Prozess” gegen Hauptverantwortliche der NS-Verbrechen 1945/46 und seine zwölf Nachfolgeprozesse sowie der schwierige Umgang mit dem nationalsozialistischen Architekturerbe nach 1945.
Moderne Medien wie Computeranimationen, Filme und Touchscreens, aber auch Fotos und Dokumente veranschaulichen dem Besucher direkt am historischen Ort die Bauten des Geländes, die Geschichte und Hintergründe der Reichsparteitage. Ein Audioguide vermittelt die Texte und Kommentare in sieben Sprachen und bietet zusätzlich spezielle Beiträge für Jugendliche.

https://museen.nuernberg.de