Die Festung Königstein ist ein einzigartiger Zeuge europäischer Festungsbaukunst. 800 Jahre Geschichte haben diese Wehranlage zu einem eindrucksvollen Ensemble von Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts werden lassen.

Eingebettet in die bizarre Felslandschaft des Elbsandsteingebirges thront die einst unbezwingbare Wehranlage weithin sichtbar 247 Meter hoch über der Elbe. Das 9,5 Hektar große Felsplateau ist mit seinem einzigartigen Ensemble aus mehr als 50 imposanten Bauwerken verschiedener Epochen und seiner fast 800-jährigen, in verschiedenen Ausstellungen dokumentierten Geschichte ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Jahrhunderte. Vom etwa 40 Meter hohen Felsmassiv, auf dem die Festung thront, genießen Besucher einen fantastischen Ausblick auf die Naturwunder des Elbsandsteingebirges.
Die Dauerausstellung „In lapide regis – auf dem Stein des Königs“ erzählt anschaulich die 800-jährige Geschichte der Wehranlage. Kinder können sich für den Rundgang als Schließkapitän oder Burgfräulein verkleiden, eine virtuelle Steinschleuder bedienen, fühlen, wie schwer ein echter Ritterhelm auf dem Kopf sitzt oder überlegen, was Kurfürst August der Starken aufgetafelt haben könnte.
Die Museumsräume in der Georgenburg zeigen eine eindrucksvolle Ausstellung über das Staatsgefängnis auf dem Königstein und erzählen auf moderne und unterhaltsame Weise die Baugeschichte der Georgenburg.

Blick in die Ausstellung, Foto: Matthias Hultsch © Festung Königstein gGmbH

Blick in die Ausstellung, Foto: Matthias Hultsch © Festung Königstein gGmbH

Sonderausstellung: Viel früher als gedacht! Der Königstein in der Bronzezeit
Lebten vor 3000 Jahren tatsächlich schon Menschen auf dem Tafelberg Königstein in der Sächsischen Schweiz? Ein archäologischer Sensationsfund belegt das!
Jetzt gibt es auf der Festung Königstein erstmals eine Sonderausstellung zu diesem Thema. Sie zeigt nicht nur die hier gefundenen Keramikscherben, sondern auch zahlreiche weitere Funde aus der Region. Modelle, Medienstationen und
museumspädagogische Angebote vermitteln darüber hinaus wichtige Erkenntnisse und fügen sie zu einem faszinierenden Gesamtbild zusammen.
Wie haben die Menschen damals im Elbtal gelebt? Wie sahen ihre Häuser und ihr Schmuck aus? Welche Handwerke haben sie betrieben, wie haben sie sich ernährt? Was weiß man über Religion, Bestattungskultur und Kriegführung? Nur die Archäologie kann Auskunft geben über diese ferne Epoche, aus der es keine schriftlichen Überlieferungen gibt.
Die Ausstellung wirft einen Lichtstrahl auf eine Welt, von der so vieles noch im Dunkeln liegt.
bis 31. Oktober 2021

Vorratsgefäß, das aus Einzelscherben fragmentarisch zusammen gesetzt werden konnte. Foto: Marko Förster © Festung Königstein gGmbH

Vorratsgefäß, das aus Einzelscherben fragmentarisch zusammen gesetzt werden konnte. Foto: Marko Förster © Festung Königstein gGmbH

www.festung-koenigstein.de