Das Münchner Stadtmuseum macht sich anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Olympischen Sommerspiele 1972 auf die Suche nach deren Spuren. Unter dem Titel „München 72“ versammeln sich mehrere Ausstellungen und Projekte, zu denen auch die stadtweite Ausstellung „Olympische Spurensuche“ gehört.

Für „Mode, Menschen und Musik“ bilden persönliche Erinnerungsstücke – angereichert durch die individuellen Geschichten ihrer Leihgeber – einen zentralen Bestandteil der partizipativ angelegten Ausstellung im Münchner Stadtmuseum. Objekte aus den verschiedenen Sammlungen veranschaulichen die Themen Mode und Musik, die das öffentliche Erscheinungsbild der Spiele mitgeprägt und bis weit darüber hinaus gewirkt haben. Durch interaktive und digitale Elemente werden die Olympischen Sommerspiele 1972 in die Gegenwart geholt. Die Erinnerung an den 5. September, als das Attentat auf die israelische Delegation die Welt erschütterte und „nichts mehr war wie zuvor“, scheint in den Beiträgen immer wieder auf. Ein Bereich der Ausstellung bietet den Besucher*innen die Möglichkeit, sich mit diesem dunklen Kapitel der als so heiter geplanten Spiele auseinanderzusetzen.

Leo Dübber, Trauerbeflaggung nach dem Attentat auf die israelische Olympiamannschaft, 1972, privat © Münchner Stadtmuseum

Leo Dübber, Trauerbeflaggung nach dem Attentat auf die israelische Olympiamannschaft, 1972, privat © Münchner Stadtmuseum

Um den persönlichen Erinnerungen der Menschen an die Olympischen Spiele Raum zu geben, wurde zu Beginn des Jahres das Erzählcafé „München 72“ eingerichtet. Seit Februar fanden sich dort zahlreiche Zeitzeugen und Leihgeber ein, um ihre Geschichten und Erinnerungen zu teilen, Erinnerungsstücke zu zeigen und dem Museum teils zu überlassen. Einige dieser Geschichten, Bilder, digitalisierten Super-8-Filme und vieles mehr werden in „Mode, Menschen und Musik“ gezeigt.

In der Sammlung Online werden sämtliche Erinnerungen auf Dauer präsentiert. Ab Spätsommer ist ein direkter Upload durch die User möglich. Diese digitalen Beteiligungstools sind möglich dank der großzügigen Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“.
29. Juli 2022 bis 8. Januar 2023

www.muenchner-stadtmuseum.de