Dieser Inhalt wurde archiviert. Er ist eventuell nicht mehr relevant.

Babylon zu biblischen Zeiten. Im Kampf unterliegt das Volk der Israeliten dem babylonischen König Nebukadnezar, genannt Nabucco. Er knechtet die Hebräer und verspottet ihren Glauben. Als Nabuccos Lieblingstochter Fenena sich aus Liebe zum jüdischen Prinzen Ismael nicht nur mit den Israeliten solidarisiert, sondern sogar ihren Glauben annimmt, wittert ihre ältere Schwester Abigail die Chance einer Palastrevolte. Sie will sich an ihrer verhassten Schwester und an dem Prinzen, den auch Abigail begehrt, rächen. Voller Hochmut erhebt sich Nabucco zum Gott, um in alle Ewigkeit verehrt zu werden. Ein Blitz schlägt in den Palast, der größenwahnsinnige König fällt in geistige Umnachtung, und die machtbesessene Abigail greift nach der Krone. Niemand außer Nabucco weiß, dass Abigail unedler Abstammung ist – und so schickt sich die vermeintliche Prinzessin an, alle Spuren ihrer Geschichte zu verwischen. In einem wahren Vergeltungsrausch will Abigail ihre Familie und das ganze israelische Volk vernichten. Den Hebräern bleibt nichts als Hoffnung…

„Va, pensiero, sull’ali dorate – Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln…“ – genau von dieser unverbrüchlichen Hoffnung des Volkes Israel singt der berühmte Gefangenenchor, der Giuseppe Verdi über Nacht weltberühmt gemacht hat. In kraftvollen Bildern und einprägsamen Melodien schildert das noch junge Genie der italienischen Oper diese ergreifende Geschichte über Verzweiflung und Hoffnung, Größenwahn, Hass, Vergeltung, Geschwisterzwist, übergroße Liebe und unerschütterlichen Glauben. Bei allem politischen Hintergrund widmet sich Verdi in „Nabucco“ in erster Linie der detaillierten Charakterzeichnung seiner Figuren und ihren archetypischen Beziehungen zueinander. Mit König Nabucco entwirft er das faszinierende Portrait eines Machtbesessenen, der hoch aufsteigt, kolossal stürzt und schließlich geläutert wird. Mit der vom Ehrgeiz zerfressenen Abigail beginnt Verdi seine lange Reihe tragisch zerrissener Frauengestalten, die an sich selbst und am Leben scheitern. Der Steinbruch St. Margarethen mit seinen herben Schluchten und sanften Anhöhen bietet das ideale Umfeld für diese dramatische Geschichte wahrhaft biblischen Ausmaßes.
13. Juli bis 14. August 2021
www.operimsteinbruch.at