Garland von Svenja Viola Bungarten
„Garland“ ist ein Theaterstück nach einem Film von Salvatore Brandt. Dieser ist ein Spezialist für Low-Budget-Horror-Heimatfilme, in denen ausnahmslos niemand überlebt und die folglich niemand sehen will. Ist die Situation in der ländlichen Gegend, in der er seinerseits versucht, mit seiner Kunst zu überleben, doch schon schlimm genug: Dürre, Hitze und Staub führen zu Erosion, Bränden und Landflucht. Einzig die Moderatorin des Lokalradiosenders „Radio Garland“ versucht dort als munter sprudelnde Informationsquelle gute Laune und launige Musik zu verbreiten. Zu Gast bei ihr im Studio sind nicht nur der erfolglose Filmemacher auf der Suche nach Sponsoren, sondern auch zwei abgebrannte, mit ihrer Versicherungsgesellschaft hadernde Landwirte und eine mit brennbaren Substanzen handelnde Tankstellenbesitzerin, die denkt, ein Lied im Radio würde dabei helfen, ihre verlorene Tochter zu finden.
Uraufführung 6. November 2021
weitere Aufführungen 11., 13., 16. und 17. November 2021, 10. und 22. Dezember 2021, 23. Januar 2022

Making a Great Gatsby nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald
Jay Gatsby hat es geschafft. Seine imposante Villa auf Long Island ist Schauplatz rauschender Feste und ein Magnet der New Yorker High Society. Niemand weiß genau, wie er zu seinem sagenhaften Reichtum gekommen ist – man munkelt über schmutzige Geschäftspraktiken, auch von Spionage und Mord ist die Rede. Der unverhofft in die illustre Gesellschaft geratende Nick Carraway erfährt schließlich mehr – von Gatsbys ärmlicher Herkunft, von seiner Einsamkeit und dass das viele Geld und die Partys nur dazu dienen sollen, Gatsbys verlorene Geliebte anzulocken. Mehr und mehr lässt Nick sich in die Ereignisse hineinziehen und wird schließlich Zeuge von Gatsbys tiefem Fall.
Premiere 26. November 2021
weitere Aufführungen 1., 2., 7., 15. und 18. Dezember 2021, 21. Januar 2022

Macbeth nach William Shakespeare von Heiner Müller
Er ist einer der berühmtesten Könige der Dramengeschichte, der vom treuen Lehnsmann und tapferen Feldherrn zum erbarmungslosen Schlächter und zur Geißel Schottlands wird. Doch was treibt den edlen Macbeth auf seinen blutigen Pfad, zu unstillbarer Machtgier und zu Königsmord? Ist es sein eigener Ehrgeiz, sind es die Ambitionen seiner Frau oder die Prophezeiungen der drei Schicksalsschwestern, die den König gekonnt mithilfe der Wahrheit täuschen, ihm schlaflose Nächte und Wahnvorstellungen bescheren? In jedem Fall bestätigt die tragische Geschichte von Aufstieg und Fall des Tyrannen Sigmund Freuds ernüchternde Einsicht, dass unter dem dünnen Lack von Zivilisation, der die Menschen umhüllt, eine Rotte von Mördern steckt.
Premiere 14. Januar 2022
weitere Aufführungen 18., 19., 20., 26. und 29. Januar 2022, 11. und 18. Februar 2022

Gott von Ferdinand von Schirach
Frau Gärtner will nicht mehr leben. Nach dem qualvollen Tod ihres Mannes vor zwei Jahren sind Lebenssinn, -lust und -mut der pensionierten Architektin verschwunden. Söhne, Freunde und Ärzte haben versucht sie davon abzubringen, aber sie will nur eins: ihr Leben mit 15 Gramm Natrium-Pentobarbital beenden. Doch anstatt eine Sterbehilfsorganisation in der Schweiz aufzusuchen, erfüllt Frau Gärtner den Wunsch ihres Mannes auf dem Sterbebett: „Mach es richtig.“ Sie bringt ihr Anliegen vor die Ethikkommission des Landes.
Premiere 4 Februar 2022
weitere Aufführungen 8., 16. und 17. Februar, 2. und 18. März 2022, 9.April 2022

www.schauspielhaus-graz.buehnen-graz.com