Mit „JSB:48 – Aus allen Fugen“ präsentiert das Arcis Saxophon Quartett am 2. Dezember 2026 im Wiener MuTh ein außergewöhnliches Konzertprojekt, das die Musik Johann Sebastian Bachs mit zeitgenössischen Kompositionen verbindet. Im Mittelpunkt steht eine ebenso ambitionierte wie faszinierende Idee: Die 48 Fugen aus Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ werden für Saxophonquartett neu interpretiert und mit eigens komponierten Präludien aus der Gegenwart kombiniert.

Johann Sebastian Bach schuf mit dem „Wohltemperierten Klavier“ eines der bedeutendsten Werke der europäischen Musikgeschichte. Die beiden Bände umfassen jeweils 24 Präludien und Fugen in sämtlichen Dur- und Molltonarten. Bis heute gelten die Kompositionen als Meisterwerke kontrapunktischer Kunst und als Grundlage für die Auseinandersetzung mit musikalischer Struktur, Harmonie und Ausdruck.

Das Arcis Saxophon Quartett greift dieses historische Konzept auf und überträgt es in eine neue Klangwelt. Für sein Projekt hat das Ensemble 48 Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt eingeladen, jeweils ein neues Präludium zu schreiben. Die zeitgenössischen Werke treten damit in einen unmittelbaren Dialog mit Bachs originalen Fugen. Im MuTh erklingt eine Auswahl dieser Kompositionen, ergänzt durch Musik, die auf unterschiedliche Weise von Bachs Werk inspiriert wurde. Dabei reicht das musikalische Spektrum von klassischer Tradition bis zu Einflüssen aus Jazz, Pop und experimenteller Musik.

Das international erfolgreiche Arcis Saxophon Quartett besteht aus Claus Hierluksch am Sopransaxophon, Bernardo Pereira am Altsaxophon, Sonia Tcherepanov am Tenorsaxophon und Jure Knez am Baritonsaxophon. Gemeinsam erforschen die vier Musiker die klanglichen Möglichkeiten ihrer Instrumente und erweitern das klassische Kammermusikrepertoire durch innovative Programme und genreübergreifende Projekte. Mit „JSB:48“ zeigen sie, wie lebendig die Auseinandersetzung mit einem mehr als 300 Jahre alten musikalischen Erbe sein kann.
2. Dezember 2026

muth.at