Mit Johann Strauss’ „Die Fledermaus“ bringt das Volkstheater Rostock im November 2026 einen der großen Klassiker der Operettengeschichte auf die Bühne. Zwischen Champagner, Maskerade, Eifersucht und zahlreichen falschen Identitäten entwickelt sich eine turbulente Gesellschaftskomödie, in der für eine Nacht kaum jemand derjenige ist, der er vorgibt zu sein.

Im Zentrum steht Gabriel von Eisenstein, der eigentlich eine kurze Gefängnisstrafe antreten soll. Sein Freund Dr. Falke überzeugt ihn jedoch, den Weg hinter Gitter noch ein wenig aufzuschieben und stattdessen das rauschende Fest des Prinzen Orlofsky zu besuchen.

Was Eisenstein nicht weiß: Falke verfolgt einen ganz eigenen Plan. Einst hatte Eisenstein seinen Freund nach einem Kostümfest betrunken und im Fledermauskostüm der Lächerlichkeit preisgegeben. Nun soll die sogenannte „Rache der Fledermaus“ folgen – und dafür bringt Falke nach und nach sämtliche Beteiligten an einem Ort zusammen.

Auch Eisensteins Ehefrau Rosalinde landet auf dem Fest. Als geheimnisvolle ungarische Gräfin verkleidet, trifft sie dort auf ihren eigenen Mann, der sie nicht erkennt und umgehend versucht, die vermeintliche Fremde zu verführen. Das Dienstmädchen Adele wiederum gibt sich als Schauspielerin aus, während Eisenstein selbst unter falschem Namen erscheint.
Unter dem Einfluss des Champagners verschwimmen gesellschaftliche Rollen und Identitäten immer stärker. Erst am folgenden Morgen im Gefängnis beginnen sich die zahlreichen Täuschungen aufzulösen – und die Beteiligten müssen herausfinden, wer eigentlich wen betrogen hat.

Johann Strauss brachte „Die Fledermaus“ 1874 am Theater an der Wien zur Uraufführung. Walzer, Polkas und Ensembleszenen verbinden sich darin mit einer Gesellschaftssatire, die hinter dem ausgelassenen Festbetrieb immer wieder die Doppelmoral ihrer Figuren sichtbar werden lässt.

Das Volkstheater Rostock spielt die Operette in drei Akten nach dem Vaudeville „Le Réveillon“ von Henri Meilhac und Ludovic Halévy. Die Texte stammen von Carl Haffner und Richard Genée; für Rostock liegt eine Dialogfassung von Stephan Knies und Ron Zimmering zugrunde.
Damit wird die berühmte „Rache der Fledermaus“ auch in Rostock zum Ausgangspunkt einer Nacht, in der nahezu jede gesellschaftliche Gewissheit ins Wanken gerät. Zwischen Masken, amourösen Verwicklungen und reichlich Champagner zeigt sich schließlich, wie dünn die Grenze zwischen bürgerlicher Ordnung und ausgelassenem Chaos tatsächlich sein kann.
Premiere 27. November 2026
weitere Aufführungen: 29. November, 18. Dezember 2026 sowie 9. und 30. Januar und 27. Februar 2027

www.volkstheater-rostock.de