Leidenschaft, Eifersucht, Macht und tragische Liebe: Giuseppe Verdis Opern gehören zu den eindringlichsten musikalischen Dramen des 19. Jahrhunderts. Jonas Kaufmann widmet dem italienischen Komponisten einen ganzen Konzertabend und steht dabei gemeinsam mit der Sopranistin Marina Rebeka auf der Bühne der Glocke Bremen.
Jonas Kaufmann zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Tenören der internationalen Opernszene. Seine Auftritte führen ihn regelmäßig an Häuser wie die Metropolitan Opera in New York, die Wiener Staatsoper oder das Royal Opera House in London. Besonders seine Fähigkeit, dramatische Intensität mit lyrischer Feinzeichnung zu verbinden, hat seinen Ruf geprägt. Die dunkel gefärbte Stimme und seine intensive Beschäftigung mit den Charakteren machen ihn zu einem außergewöhnlichen Interpreten der großen romantischen Opernpartien.
Giuseppe Verdi schuf Figuren, deren Konflikte weit über die Handlung ihrer jeweiligen Opern hinausreichen. Seine Musik erzählt von gesellschaftlichen Zwängen, politischen Machtkämpfen und persönlichen Leidenschaften. In Werken wie „Un ballo in maschera“, „La forza del destino“ oder „Don Carlos“ geraten die Protagonisten immer wieder zwischen ihre Gefühle und die Erwartungen ihrer Umgebung. Verdi verleiht diesen inneren Auseinandersetzungen eine musikalische Unmittelbarkeit, die seine Opern bis heute so wirkungsvoll macht.
Das Bremer Programm umfasst Arien und Szenen aus mehreren seiner berühmtesten Bühnenwerke. Neben „Aida“ und „Otello“ stehen auch „La forza del destino“, „Un ballo in maschera“ und „Don Carlos“ auf der angekündigten Werkauswahl. Damit eröffnet der Abend einen Einblick in unterschiedliche Schaffensphasen Verdis – von den leidenschaftlichen Melodien seiner mittleren Opern bis zur differenzierten musikalischen Charakterzeichnung seiner späten Meisterwerke.
Mit Marina Rebeka steht Kaufmann eine international gefragte Sopranistin zur Seite, die selbst über große Erfahrung im italienischen Opernrepertoire verfügt. Ihre gemeinsame Interpretation von Arien und Duetten verspricht intensive musikalische Begegnungen, in denen sich die dramatischen Beziehungen zwischen Verdis Figuren unmittelbar entfalten können.
Begleitet werden die beiden Sänger von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Jochen Rieder. Das Orchester übernimmt dabei weit mehr als eine begleitende Funktion: Verdis Partituren verleihen den Instrumenten eine zentrale Rolle bei der Gestaltung emotionaler Spannungen und dramatischer Entwicklungen.
Nach seinem Bremer Debüt mit dem Programm „Viva Puccini“ im November 2024 kehrt Jonas Kaufmann nun mit einer Hommage an einen weiteren großen italienischen Opernkomponisten zurück. „Tutto Verdi“ verspricht einen Konzertabend, der die Vielfalt und Ausdruckskraft des Verdi-Repertoires in den Vordergrund rückt.
18. März 2027










