Mit Ludwig van Beethovens neunter Sinfonie eröffnen die Nürnberger Symphoniker das neue Konzertjahr. Unter der Leitung von Chefdirigent Jonathan Darlington vereinen sich drei große Nürnberger Chöre und vier Gesangssolisten zu einem festlichen Konzerterlebnis.
Beethovens Sinfonie Nr. 9 in d-Moll op. 125 gehört zu den bedeutendsten Werken der Musikgeschichte. Die 1824 in Wien uraufgeführte Komposition markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung der Sinfonie, da Beethoven im abschließenden Satz erstmals menschliche Stimmen in diese Gattung integrierte. Mit Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ schuf er ein musikalisches Symbol für Gemeinschaft, Freiheit und Menschlichkeit, dessen Botschaft bis heute weit über die Grenzen der klassischen Musik hinausreicht.
Die ersten drei Sätze entfalten eine außergewöhnliche musikalische Spannweite. Auf den dramatischen Beginn folgt ein rhythmisch energiegeladenes Scherzo, bevor das Adagio eine Atmosphäre tiefer Ruhe und Innerlichkeit schafft. Im Finale entwickelt Beethoven aus zunächst einfachen musikalischen Gedanken jene berühmte Melodie, die schließlich vom Chor aufgegriffen und zu einem monumentalen Höhepunkt geführt wird.
Für die Aufführungen in Nürnberg stehen Katharine Dain (Sopran), Esther Kuiper (Mezzosopran), Thomas Walker (Tenor) und André Morsch (Bassbariton) auf der Bühne. Hinzu kommen der Hans-Sachs-Chor Nürnberg, der Konzertchor LGV Nürnberg und der Philharmonische Chor Nürnberg. Die Choreinstudierung übernimmt Gordian Teupke.
Nach der Pause widmet sich das Programm weiteren Kompositionen, die auf literarischen Werken Friedrich Schillers beruhen. Zu hören sind Gioachino Rossinis Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, Giuseppe Verdis Ouvertüre zur Oper „Luisa Miller“ sowie die Introduktion und drei Tänze aus Peter Tschaikowskys „Die Jungfrau von Orléans“. Gemeinsam mit Beethovens Neunter entsteht ein festlicher Jahresauftakt, der musikalische Meisterwerke mit den großen Themen der europäischen Literatur verbindet.
5. und 6. Januar 2027

