Mit „Die Schneekönigin“ bringt das Thüringer Staatsballett im November 2026 eines der bekanntesten Märchen von Hans Christian Andersen als neue Ballettproduktion auf die Bühne des Theaterzelts Altenburg. Zur Musik von Peter Tschaikowski entsteht eine fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Mut und die Kraft der Liebe, die selbst die eisigste Kälte überwinden kann.
Kay und Gerda sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich. Am liebsten verbringen sie ihre Zeit zwischen den Rosen eines Dachgartens, wo sie gemeinsam spielen und die Welt entdecken. Doch ihr unbeschwertes Leben verändert sich schlagartig, als Kay von einem Splitter eines verzauberten Spiegels getroffen wird. Sein Herz erstarrt zu Eis, und alles, was ihm bisher schön und vertraut erschien, verliert plötzlich seine Bedeutung.
Als Kay schließlich der geheimnisvollen Schneekönigin begegnet, gerät er vollständig in ihren Bann. Sie entführt ihn in ihren eisigen Palast und lässt seine Erinnerungen an Gerda und sein früheres Leben verblassen. Für seine Freundin beginnt damit eine abenteuerliche Suche, die sie weit über die Grenzen ihrer vertrauten Umgebung hinausführt.
Auf ihrem Weg begegnet Gerda zahlreichen außergewöhnlichen Gestalten. Eine geheimnisvolle Zauberin, eine Prinzessin und eine wilde Räubertochter werden zu wichtigen Stationen ihrer Reise. Immer wieder muss das Mädchen Hindernisse überwinden und beweisen, dass ihre Freundschaft zu Kay stärker ist als die Macht der Schneekönigin. Schließlich erreicht sie deren Schloss, wo sich entscheidet, ob es ihr gelingt, das Herz ihres Freundes wieder zum Leben zu erwecken.
Hans Christian Andersen veröffentlichte „Die Schneekönigin“ 1844. Das Märchen zählt zu seinen umfangreichsten und vielschichtigsten Erzählungen und wurde im Laufe der Zeit in zahlreichen Theater-, Film- und Ballettfassungen interpretiert. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein der Gegensatz zwischen Wärme und Kälte, sondern auch die Frage, wie sich menschliche Nähe und Mitgefühl gegen Gleichgültigkeit und emotionale Erstarrung behaupten können.
Für die Altenburger Neuproduktion übernimmt Vitaliy Petrov die Choreografie. Bühne und Kostüme gestaltet Timur Kinzikeev, die Dramaturgie liegt bei Liubov Morozova. Getanzt wird die Geschichte vom Thüringer Staatsballett, das Andersens Märchen mit ausdrucksstarken Bewegungen und der Musik Peter Tschaikowskis in eine poetische Bildwelt überträgt. Die Inszenierung richtet sich an Kinder ab fünf Jahren ebenso wie an Erwachsene und verbindet klassische Märchenerzählung mit der Ausdruckskraft des Tanzes.
Premiere 8. November 2026
weitere Aufführungen in Altenburg: 11., 12. und 15. November sowie 11. und 25. Dezember 2026
weitere Aufführungen in Gera: 3., 4., 8., 9., 15. und 16. Dezember 2026

