Von den weiten Klanglandschaften Finnlands bis zu den rhythmisch mitreißenden Orchesterfarben Sergej Rachmaninows: Das siebte Philharmonische Konzert der Norddeutschen Philharmonie Rostock verspricht eine musikalische Reise zwischen nordischer Melancholie und spätromantischer Leidenschaft.
Mit „In the Beginning“ von Einojuhani Rautavaara beginnt der Abend bei einem der bedeutendsten finnischen Komponisten des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Das 2015 entstandene Orchesterwerk gehört zu seinen letzten Kompositionen. Rautavaara hatte sich im Verlauf seiner Karriere intensiv mit unterschiedlichen musikalischen Strömungen beschäftigt, bevor er eine zunehmend klangsinnliche, oft geheimnisvoll wirkende Tonsprache entwickelte. Seine Musik eröffnet Räume zwischen Realität, Erinnerung und Imagination.
Im Anschluss steht Jean Sibelius’ Violinkonzert in d-Moll op. 47 auf dem Programm. Das einzige Solokonzert des finnischen Nationalkomponisten zählt heute zu den anspruchsvollsten und zugleich eindrucksvollsten Werken der Violinliteratur. Die Solostimme erhebt sich immer wieder aus dunklen Orchesterfarben, entfaltet weitgespannte melodische Linien und verlangt in den virtuosen Passagen äußerste technische Präzision.
Die Interpretation übernimmt Sophia Jaffé, die dem Rostocker Publikum bereits durch frühere Auftritte verbunden ist. Ihr Spiel zeichnet sich durch eine intensive musikalische Gestaltung und eine besondere Sensibilität für die Ausdrucksmöglichkeiten der Violine aus.
Nach der Pause richtet sich der Blick auf Sergej Rachmaninows „Symphonische Tänze“ op. 45. Das 1940 in den Vereinigten Staaten entstandene Werk war seine letzte vollendete Komposition. In drei Sätzen begegnen sich energische Rhythmen, melancholische Erinnerungen und eine raffinierte Orchesterbehandlung. Rachmaninow verarbeitet darin auch musikalische Gedanken aus früheren Werken und setzt sich auf eindrucksvolle Weise mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander.
Am Dirigentenpult steht Nicholas Milton, der wie Sophia Jaffé bereits mehrfach mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock zusammengearbeitet hat. Gemeinsam widmen sie sich einem Programm, dessen drei Werke ganz unterschiedliche Perspektiven auf Erinnerung, Herkunft und musikalische Identität eröffnen.
21., 22. und 23. März 2027






