Mit Midori und Renaud Capuçon stehen am 5. März 2027 zwei der bedeutendsten Geigerpersönlichkeiten der Gegenwart gemeinsam auf der Bühne des Brucknerhauses Linz. Zusammen mit dem Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Jonathan Nott gestalten sie einen außergewöhnlichen Konzertabend, der die musikalische Moderne in den Mittelpunkt stellt. Neben Werken von Alban Berg, Anton Webern und Gustav Mahler steht die österreichische Erstaufführung eines neuen Doppelviolinkonzerts von Detlev Glanert auf dem Programm.
Im Zentrum des Abends steht das Konzert für zwei Violinen und Orchester des deutschen Komponisten Detlev Glanert. Das Werk entstand als gemeinsamer Kompositionsauftrag des Gewandhausorchesters Leipzig und des Bruckner Orchesters Linz. Mit Midori und Renaud Capuçon übernehmen zwei international renommierte Solisten die anspruchsvollen Violinpartien. Ihre unterschiedlichen künstlerischen Persönlichkeiten versprechen einen spannenden musikalischen Dialog, in dem sich solistische Virtuosität und orchestrale Klanggestaltung miteinander verbinden.
Den historischen Rahmen bilden Alban Bergs „Drei Orchesterstücke“ op. 6 und Anton Weberns Passacaglia op. 1. Beide Kompositionen stehen an der Schwelle zwischen spätromantischer Tradition und musikalischer Avantgarde. Während Berg eine ausdrucksstarke, hochkomplexe Klangwelt entwickelt, verbindet Webern in seiner Passacaglia die traditionelle Variationsform mit einer zunehmend modernen Tonsprache.
Den Abschluss bildet das Adagio aus Gustav Mahlers unvollendeter zehnter Sinfonie. Das Werk entstand 1910, im letzten Lebensjahrzehnt des Komponisten, und gehört zu seinen persönlichsten musikalischen Hinterlassenschaften. Unter der Leitung von Jonathan Nott präsentiert das Bruckner Orchester Linz damit ein Programm, das den Übergang von der Spätromantik zur Moderne ebenso beleuchtet wie die schöpferische Weiterentwicklung dieser Tradition in der Gegenwart.
5. März 2027






