Mit „Im weißen Rössl“ bringt die Oper Halle im November 2026 einen der großen Klassiker der deutschsprachigen Operette auf die Bühne. In einer Rekonstruktion der Originalfassung von 1930 entfaltet sich eine turbulente Geschichte voller Liebesverwicklungen, Eifersucht und musikalischer Überraschungen. Die Neuproduktion verspricht eine Mischung aus österreichischer Alpenidylle, schwungvoller Revue und dem unverwechselbaren Lebensgefühl der späten 1920er-Jahre.

Schauplatz ist das berühmte Hotel „Weißes Rössl“ am Wolfgangsee. Hier herrscht Hochbetrieb, denn die Sommergäste reisen an, um zwischen Bergen und See ihre Ferien zu verbringen. Doch hinter der idyllischen Fassade entwickeln sich zahlreiche romantische Verwicklungen. Oberkellner Leopold Brandmeyer ist unsterblich in seine Chefin, die resolute Rösslwirtin Josepha Vogelhuber, verliebt. Diese wiederum schwärmt für ihren Stammgast, den charmanten Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler.

Die Situation wird zunehmend kompliziert, als der Berliner Fabrikant Wilhelm Giesecke mit seiner Tochter Ottilie anreist. Auch der junge Sigismund Sülzheimer sorgt für neue Verwicklungen. Zwischen unerwarteten Begegnungen, Missverständnissen und konkurrierenden Liebesinteressen wird das Hotel zum Schauplatz eines turbulenten Beziehungskarussells.

Als sich schließlich auch noch Kaiser Franz Joseph ankündigt, erhält das Geschehen eine zusätzliche Wendung. Seine Anwesenheit bringt nicht nur kaiserlichen Glanz an den Wolfgangsee, sondern eröffnet den Beteiligten auch neue Perspektiven auf ihre persönlichen Herzensangelegenheiten.

„Im weißen Rössl“ wurde 1930 in Berlin uraufgeführt und entwickelte sich rasch zu einem internationalen Erfolg. Ralph Benatzkys Musik, ergänzt durch Beiträge von Robert Stolz, Bruno Granichstaedten und Robert Gilbert, verbindet eingängige Melodien mit Elementen aus Jazz, Schlager und Revue. Die ursprüngliche Bühnenfassung geriet über Jahrzehnte weitgehend in Vergessenheit, bevor sie rekonstruiert und für heutige Aufführungen wieder zugänglich gemacht wurde.

An der Oper Halle übernehmen Toni Burghard Friedrich und Katharina Fritsch gemeinsam die Regie. Das Bühnenbild gestaltet Antonia Kamp, die Kostüme stammen von Uta Jäger und für die Choreografie zeichnet Ballettdirektor Michal Sedláček verantwortlich. Unter der musikalischen Leitung von Andreas Wolf und Bartholomew Berzonsky spielt die Staatskapelle Halle. Anke Berndt ist als Rösslwirtin Josepha zu erleben, Erwin Belakowitsch als Leopold und Chulhyun Kim als Dr. Siedler. Gemeinsam mit dem Chor, dem Ballett und dem Extrachor der Oper Halle entsteht eine farbenreiche Revueoperette zwischen sommerlicher Leichtigkeit und romantischem Durcheinander.
Premiere 21. November 2026
weitere Aufführungen: 29. November und 31. Dezember 2026, 10. und 24. Januar sowie 6., 12. und 21. März 2027

www.buehnen-halle.de