Mit der niederländischen Geigerin Simone Lamsma und Dirigent Christian Arming erwartet das Publikum am 8. März 2027 ein Konzertabend voller musikalischer Dramatik. Gemeinsam mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich präsentieren sie Werke von Tschaikowski, Smetana und Janáček.

Im Mittelpunkt steht Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Konzert für Violine und Orchester in D-Dur op. 35. Das 1878 entstandene Werk zählt zu den bedeutendsten Violinkonzerten der Romantik und begeistert durch seine Verbindung aus weitgespannten Melodien, emotionaler Ausdruckskraft und außergewöhnlicher Virtuosität. Besonders der temperamentvolle Finalsatz stellt höchste Anforderungen an die Solistin. Simone Lamsma, die regelmäßig mit international führenden Orchestern konzertiert, übernimmt den anspruchsvollen Solopart.

Mit Bedřich Smetanas symphonischer Dichtung „Šárka“ erklingt anschließend ein Werk aus dem Zyklus „Mein Vaterland“. Die Komposition greift eine böhmische Sage über die Kriegerin Šárka auf, die aus Rache an den Männern eine List ersinnt und einen verhängnisvollen Kampf auslöst. Smetana übersetzt die dramatische Handlung in eine bildhafte Orchestersprache, deren musikalische Kontraste die unterschiedlichen Stationen der Erzählung eindrucksvoll nachvollziehbar machen.

Den Abschluss bildet Leoš Janáčeks Rhapsodie „Taras Bulba“. Das Werk basiert auf einer Erzählung Nikolai Gogols und schildert Episoden aus dem Leben eines ukrainischen Kosakenführers und seiner Söhne. Janáček verbindet darin kraftvolle orchestrale Ausbrüche mit lyrischen Passagen und einer unverwechselbaren rhythmischen Gestaltung. Die Musik entfaltet eine intensive dramatische Wirkung und gehört zu den bedeutenden Orchesterwerken des tschechischen Komponisten.

Am Dirigentenpult steht Christian Arming, der bereits 2024 mit einer Aufführung von Gustav Mahlers neunter Sinfonie beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich große Aufmerksamkeit erregte. Gemeinsam mit Simone Lamsma gestaltet er einen Abend, der die unterschiedlichen musikalischen Traditionen Osteuropas miteinander verbindet und die erzählerische Kraft großer Orchesterwerke in den Mittelpunkt stellt.
8. März 2027

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