Mit „Zur fröhlichen Zwietracht!“ bringt das Hans Otto Theater im Oktober 2026 eine neue Komödie von Jan Neumann und dem Ensemble zur Uraufführung. Nach dem Potsdam-Porträt „7 ½ Brücken“ widmen sie sich diesmal all jenen Gegensätzen, an denen sich unsere Gesellschaft so wunderbar zerstreiten kann – und der Frage, ob aus Zwietracht am Ende vielleicht doch wieder Eintracht entstehen kann.
Schauplatz ist die Wochenendhaussiedlung „Zur fröhlichen Eintracht“, deren vermeintliche Idylle ein jähes Ende findet, als die marode Hauptstromleitung zusammenbricht. Ein neues Kabel muss verlegt werden, doch bereits die Frage, wo genau der dafür notwendige Graben entstehen soll, sorgt für Konflikte. Und wenn ohnehin schon gebuddelt wird, warum nicht gleich Glasfaser verlegen?
Aus der zunächst harmlosen Infrastrukturmaßnahme entwickelt sich schnell eine Debatte, in der weit mehr verhandelt wird als Stromleitungen und Internetanschlüsse. Fortschritt trifft auf Tradition, Ökonomie auf Ökologie, Stadt auf Land, Alt auf Jung und Ost auf West. Neu Zugezogene und Alteingesessene, Prenzlauer-Berg-Pendler und Parzellen-Erben geraten aneinander, während aus Nachbarn plötzlich erbitterte Grabenkämpfer werden.
Mitten in dieser zunehmend chaotischen Auseinandersetzung taucht schließlich auch noch ein pazifistischer Waschbär auf. Er hat eine Botschaft im Gepäck, die den Konflikt noch einmal in eine andere Richtung lenkt.
Jan Neumann und das Ensemble entwickeln daraus eine rasante Komödie über gesellschaftliche Polarisierung und die Lust am gegenseitigen Abgrenzen. Hinter dem humorvollen Blick auf die Konflikte einer Potsdamer Datschensiedlung steht dabei eine größere Frage: Wenn es uns so leichtfällt, immer neue Trennlinien zu ziehen – kann es uns dann vielleicht auch gelingen, wieder zueinanderzufinden?
Jan Neumann übernimmt selbst die Regie. Für die Bühne zeichnet Dorothee Curio verantwortlich, die Kostüme gestaltet Cary Gayler und die Musik stammt von Johannes Winde. Zum Ensemble gehören Juliane Böttger, Henk Buchholz, Jörg Dathe, Guido Lambrecht, Philipp Mauritz, Franziska Melzer, Bettina Riebesel und Hannes Schumacher.
Uraufführung 9. Oktober 2026
weitere Aufführungen: 18. und 23. Oktober 2026






