Mit Lang Lang gastiert Anfang November einer der weltweit bekanntesten Pianisten im Beethoven-Saal der Stuttgarter Liederhalle. Der chinesische Klaviervirtuose präsentiert einen außergewöhnlichen Soloabend mit Meisterwerken von Mozart, Beethoven, Albéniz, Granados und Liszt.

Lang Lang zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten der internationalen Klassikszene. Mit seiner außergewöhnlichen technischen Brillanz, seiner expressiven Spielweise und seiner charismatischen Bühnenpräsenz begeistert er ein weltweites Publikum. Seine Auftritte führen ihn regelmäßig in die bedeutendsten Konzertsäle der Welt, wo er mit führenden Orchestern und Dirigenten zusammenarbeitet. Gleichzeitig setzt er sich intensiv dafür ein, klassische Musik einem breiten und insbesondere jungen Publikum zugänglich zu machen.

Den Auftakt des Stuttgarter Klavierabends bildet Wolfgang Amadeus Mozarts Rondo in D-Dur KV 485. Das 1786 entstandene Werk verbindet spielerische Leichtigkeit mit jener melodischen Eleganz, die Mozarts Klaviermusik unverwechselbar macht. Anschließend stehen zwei bedeutende Klaviersonaten Ludwig van Beethovens auf dem Programm. Die Sonate Nr. 8 in c-Moll op. 13, bekannt als „Pathétique“, gehört mit ihren dramatischen Kontrasten und ihrem berühmten langsamen Mittelsatz zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Mit der Sonate Nr. 31 in As-Dur op. 110 folgt eines seiner späten Meisterwerke, das durch seine außergewöhnliche musikalische Tiefe und die Verbindung von lyrischen Passagen und komplexer kontrapunktischer Gestaltung beeindruckt.

Nach der Pause führt die musikalische Reise nach Spanien. Mit ausgewählten Stücken aus Isaac Albéniz’ „Suite española“ op. 47 entfaltet Lang Lang ein farbenreiches Panorama spanischer Landschaften und musikalischer Traditionen. Die Kompositionen „Granada“, „Cataluña“, „Sevilla“, „Cádiz“, „Asturias“ und „Cuba“ verbinden charakteristische Tanzrhythmen mit virtuosen Klavierpassagen und atmosphärischen Klangbildern. Ergänzt wird dieser Programmteil durch Enrique Granados’ „Quejas, o la maja y el ruiseñor“ aus dem Klavierzyklus „Goyescas“, dessen poetische Tonsprache und ausdrucksstarke Melodien zu den Höhepunkten der spanischen Klavierliteratur gehören.

Den Abschluss bilden zwei Werke Franz Liszts. Auf die lyrische Komposition „Consolation“ Nr. 2 in E-Dur folgt die virtuose „Tarantella“ aus „Venezia e Napoli“. Mit ihren rasanten Läufen, rhythmischen Akzenten und brillanten technischen Anforderungen bietet sie einen eindrucksvollen Abschluss des Konzertabends. Lang Lang verbindet damit die klassische Eleganz Mozarts, die emotionale Tiefe Beethovens, die Klangfarben Spaniens und die pianistische Virtuosität der Romantik zu einem abwechslungsreichen Programm.
8. November 2026

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