Das Museum der Havelländischen Malerkolonie entführt seine Besucherinnen und Besucher mit der Ausstellung Sehstücke–Seeblicke in die stille Welt der märkischen Seen.
Zwischen Berlin und der Havellandschaft entwickelten Künstlerinnen und Künstler wie Karl Hagemeister, Walter Leistikow, Julie Wolfthorn und Magnus Zeller eine besondere Bildsprache, die unter dem Begriff „Berliner Impressionismus“ zusammengefasst wird. Ihre Werke fangen die schlichte Schönheit der Seen, Flutgräben und Kanäle Brandenburgs ein und zeigen eine Gegenwelt zur hektischen Metropole Berlin. Auf rund 3.000 Binnengewässern, die durch Eiszeiten und menschliche Eingriffe entstanden sind, fanden die Malerinnen und Maler ihr Motiv: Seen wie der Schwielowsee, sanfte Uferlandschaften, Freizeitaktivitäten am Wasser und die sozialen Kontraste der Region. Die Ausstellung Sehstücke und Seeblicke – Impressionen märkischer Gewässer macht deutlich, wie sich die Künstlerinnen und Künstler über mehrere Jahrzehnte hinweg intensiv mit der unmittelbaren Naturerfahrung auseinandersetzten. Eugen Spiros Kopie von Max Liebermanns „Birken am Seeufer im Wannseegarten“ (1918) ist ein besonderes Highlight, das die Impressionen der märkischen Gewässer eindrucksvoll dokumentiert.
21. März bis 27. Juli 2026
www.havellaendische-malerkolonie.de

Paul Vorgang, Sonnenuntergang über Märkischen See, o. J., Öl auf Leinwand, Sammlung Ketels, Berlin
Havelländische Malerkolonie
Seit über 15 Jahren erinnert das Museum der Havelländischen Malerkolonie in regelmäßig wechselnden Ausstellungen an die Künstler, die rund um den Schwielowsee und dessen Umgebung tätig waren und zur Havelländischen Malerkolonie zählen. Betrieben wird das Museum von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins. Herzstück des Museums ist der durch Ankäufe, Dauerleihgaben und Schenkungen stetig wachsende Bestand von Werken der Künstler der Havelländischen Malerkolonie. Die Themen, beziehungsweise Personalausstellungen werden vor allem durch die Ausleihe von Privatleihgebern ermöglicht. Der Besucher hat so die Gelegenheit, viele wunderschöne Werke unserer Künstler zu sehen, die selten ausgestellt werden. Auf zwei Etagen werden im Museum der Havelländischen Malerkolonie Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Dokumente zu Landschaftsmalern entlang der Havel sowie Künstler anderer Künstlerkolonien der Vereinigung europäischer Künstlerkolonien euroArt gezeigt.
Als Mitglied der Vereinigung europäischer Künstlerkolonien euroArt ist die Havelländische Malerkolonie eingebunden in ein Netzwerk, welches die wichtigsten und bekanntesten Künstlerkolonien im europäischen Raum vereint.Mit den deutschen Künstlerkolonien pflegt man einen regelmäßige Austausch, insbesondere mit den Künstlerkolonien Schwaan, Ahrenshoop, Hiddensee und Worpswede.


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