Das Porzellanikon Hohenberg öffnet Besuchern aller Altersgruppen die Welt der Porzellantradition im deutschsprachigen Raum – von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis zur Wende 1989. Mehr als Vitrinen voller kostbarer Objekte erwartet die Gäste eine lebendige Inszenierung von Geschichte, Design und Esskultur.
Im Zentrum der aktuellen Sonderausstellung steht die Frage: Wie beeinflusst Gestaltung unser Geschmackserlebnis? 71 Studierende und 9 Schülerinnen entwickelten über 150 Entwürfe, die Essen und Tischkultur als multisensorisches Erlebnis denken. Die Ausstellung Die neue Dramaturgie des Essens – Gestaltung jenseits des Tellers zeigt experimentelle Gefäße, Tischwäsche und Accessoires, die zum Schmecken, Fühlen, Riechen und Sehen einladen. Inszenierte Speisen regen Kommunikation und gemeinsames Erleben an, reflektieren aber auch gesellschaftliche und kulturelle Positionen.

Faktorei 21: Blütenkelch, Celine Weller; Kerzengefäß, Alihan Dobo; Tischlandschaft (Podest, Vase, Lochplatte), Anna Schönberger; Dip-Landschaft, Jia Xiang Qiang, Porzellan; Bowl, Gabriele Hergert, Porzellan, Foto: Paula Markert © Hochschule Niederrhein
Projekte wie „Radiant Serving“ betonen die sensorische Wirkung von Farbe, Form und Dekor, während „Future Brotzeit“ spekulative Zukunftsszenarien wie Insekten- oder Algenspeisen erkundet. „Faktorei21“ hinterfragt, wie Porzellan gemeinsames Essen im Restaurant beeinflusst – inklusive Musik, Tischlandschaften und Service.
Die Ausstellung ist eine Einladung zum Innehalten, Nachdenken und Experimentieren: Wie feiern wir Gemeinschaft, wie gestalten wir Essen in der Zukunft und welche Rolle spielen Porzellan und Design dabei? Besucherinnen und Besucher erleben Essen als inklusives, kreatives und ästhetisches Ereignis – und entdecken eine neue Welt des Speisens.
16. Mai 2026 bis 10. Januar 2027
www.porzellanikon.org

Radical Brotzeit, Future Brotzeit – Radical Brotzeit, Tasja Schober & Christian Born, Foto: Jerôme Dutka © Hochschule Niederrhein






