Mit Wolfgang Amadeus Mozarts berühmtem Requiem präsentiert das Mozarteumorchester Salzburg am 5. Dezember 2026 einen außergewöhnlichen Konzertabend im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Die musikalische Leitung übernimmt der britische Dirigent Trevor Pinnock.

Mozarts Requiem in d-Moll KV 626 zählt zu den bedeutendsten geistlichen Kompositionen der europäischen Musikgeschichte. Das Werk entstand 1791, in den letzten Lebensmonaten des Komponisten, und blieb durch seinen frühen Tod unvollendet. Sein Schüler Franz Xaver Süßmayr ergänzte die fehlenden Teile auf Grundlage der vorhandenen Skizzen und musikalischen Vorgaben. Die daraus entstandene Fassung entwickelte sich zur bekanntesten und meistaufgeführten Version des Requiems. Bis heute fasziniert die Komposition durch ihre Verbindung aus dramatischer Ausdruckskraft, tief empfundener Trauer und spiritueller Hoffnung.

Den Auftakt des Abends bildet Jean Sibelius’ „Szene mit Kranichen“ op. 44 Nr. 2. Die Komposition geht auf seine Schauspielmusik zu Arvid Järnefelts Drama „Kuolema“ zurück und entfaltet eine geheimnisvolle, melancholische Klangwelt. Die zurückhaltende musikalische Gestaltung und die besondere Atmosphäre des Werkes schaffen einen eindrucksvollen Übergang zu Mozarts Requiem, dessen Beginn von einer ähnlich ernsten und nachdenklichen Stimmung geprägt ist.

Für die Aufführung vereinen sich das Mozarteumorchester Salzburg und der Bachchor Salzburg unter der Leitung von Trevor Pinnock. Der international renommierte Dirigent gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der historisch informierten Aufführungspraxis und hat sich insbesondere mit seinen Interpretationen barocker und klassischer Musik einen Namen gemacht. Als Solisten wirken Lauryna Bendžiūnaitė (Sopran), Catriona Morison (Alt), Maximilian Schmitt (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass) mit. Die Choreinstudierung übernimmt Michael Schneider.

Mit dieser hochkarätigen Besetzung entsteht ein Konzertabend, der zwei musikalische Auseinandersetzungen mit Vergänglichkeit und Tod miteinander verbindet. Im historischen Umfeld der Stiftung Mozarteum erhält die Aufführung von Mozarts letztem großen Werk eine besondere Bedeutung und bietet die Gelegenheit, eines der bewegendsten Meisterwerke der klassischen Musik unmittelbar zu erleben.
5. Dezember 2026

mozarteum.at