Mit der georgischen Geigerin Lisa Batiashvili und Music Director Paavo Järvi präsentiert das Tonhalle-Orchester Zürich einen Konzertabend voller musikalischer Farben. Werke von Debussy, Szymanowski und Dvořák verbinden unterschiedliche nationale Musiktraditionen.

Den Auftakt bilden „Nuages“ und „Fêtes“ aus Claude Debussys Orchesterzyklus „Nocturnes“. Der französische Komponist entwickelte darin eine außergewöhnlich differenzierte Klangsprache, die von schwebenden Harmonien und fein abgestuften Orchesterfarben geprägt ist. Während „Nuages“ eine ruhige, geheimnisvolle Atmosphäre entfaltet, zeichnet „Fêtes“ mit lebhaften Rhythmen und überraschenden Klangwirkungen das Bild einer festlichen Bewegung. Beide Werke gehören zu den eindrucksvollsten Beispielen des musikalischen Impressionismus.

Im Mittelpunkt des ersten Konzertteils steht Karol Szymanowskis Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 op. 35. Das 1916 entstandene Werk gilt als Meilenstein der Violinliteratur des 20. Jahrhunderts und verbindet spätromantische Ausdruckskraft mit einer fantasievollen, schillernden Klangwelt. Anders als traditionelle Violinkonzerte folgt die Komposition einer freien, durchgehenden musikalischen Entwicklung. Virtuose Passagen, geheimnisvolle Orchesterfarben und lyrische Momente wechseln einander ab und stellen höchste Anforderungen an die Solistin. Lisa Batiashvili zählt zu den international führenden Geigerinnen und widmet sich diesem Werk mit besonderer künstlerischer Intensität.

Nach der Pause erklingt Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 in G-Dur op. 88. Die 1889 entstandene Komposition gehört zu den beliebtesten Werken des tschechischen Komponisten und zeichnet sich durch ihre melodische Vielfalt und ihren optimistischen Grundcharakter aus. Dvořák ließ sich bei der Entstehung von der böhmischen Landschaft und den musikalischen Traditionen seiner Heimat inspirieren. Naturhafte Klangbilder, tänzerische Rhythmen und weitgespannte Melodien verbinden sich zu einer Sinfonie voller Lebensfreude und orchestraler Ausdruckskraft.

Unter der Leitung von Paavo Järvi vereint das Tonhalle-Orchester Zürich drei Werke, die auf unterschiedliche Weise von der musikalischen Identität ihrer Herkunftsländer geprägt sind. Von Debussys französischer Klangkunst über Szymanowskis polnische Moderne bis zu Dvořáks böhmischer Sinfonik entsteht ein abwechslungsreicher Abend, der die außergewöhnliche Vielfalt der europäischen Orchestermusik erlebbar macht.
10., 11. und 12. März 2027

www.tonhalle-orchester.ch