Wenn sich die Dämmerung über die historische Burgruine legt und die ersten Töne über die weitläufige Bühne klingen, entfaltet sich in Freilichtspiele Tecklenburg eine besondere Magie. Seit über 100 Jahren verbindet Deutschlands größtes Freilicht-Musiktheater eindrucksvolle Kulissen mit großer Erzählkunst – ein Ort, an dem Musik, Schauspiel und Atmosphäre zu einem intensiven Gesamterlebnis verschmelzen. Auch die Spielzeit 2026 setzt genau hier an und präsentiert drei Produktionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch durch einen gemeinsamen Anspruch verbunden sind: emotionales Musiktheater mit klarer Handschrift, starken Bildern und Geschichten, die nachhallen. Ein wesentlicher Teil dieser Wirkung entsteht durch die künstlerischen Teams hinter den Kulissen, die den Inszenierungen ihre unverwechselbare Form geben.

Den Auftakt macht das Familienstück SNOW WHITE AND ME. Hier treffen zwei Mädchen aus der realen Welt auf das Märchenreich der Gebrüder Grimm – doch dieses ist aus den Fugen geraten. Die Regie liegt in den Händen von Janina Niehus und Jan Altenbockum, die bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich die Entwicklung des Familienstücks geprägt haben. Unterstützt wird die musikalische Seite von Giorgio Radoja, während Gülfidan Söylemez die musikalische Einstudierung der Kinder übernimmt. Gemeinsam entsteht ein Stück, das generationsübergreifend erzählt und mit viel Fantasie, Humor und musikalischer Leichtigkeit überzeugt. Die visuelle Umsetzung tragen Jens Janke (Bühnenbild), Fabienne Ank (Kostüme) und Philip Hager (Maskenbild), die der märchenhaften Welt eine klare gestalterische Linie verleihen.
17. Mai bis 2. September 2026

Plakat SNOW WHITE AND ME © Freilichtspiele Tecklenburg

Plakat SNOW WHITE AND ME © Freilichtspiele Tecklenburg

Ganz andere Töne schlägt das Musical ROCKY an. Im Zentrum steht der Kampf eines Außenseiters, der sich gegen alle Widerstände behaupten muss. Die Regie übernimmt Janina Niehus, unterstützt von Regieassistent Michael Berres. Musikalisch wird die Produktion von Giorgio Radoja geleitet, die Chorarbeit verantwortet Gülfidan Söylemez. Für die choreografische Umsetzung zeichnen Faye Heather Anderson und Co-Choreograf Alec Agalarov verantwortlich, während Jan Altenbockum als Dance Captain die Produktion begleitet. Gerade bei einem Stoff, der stark von körperlicher Dynamik und Intensität lebt, spielt die Bewegungssprache eine zentrale Rolle und verleiht der Inszenierung ihre besondere Energie. Auch hier prägen Jens Janke, Fabienne Ank und Philip Hager mit Bühnenbild, Kostümen und Maske die visuelle Identität der Produktion.
19. Juni bis 30. August 2026

Plakat ROCKY © Freilichtspiele Tecklenburg

Plakat ROCKY © Freilichtspiele Tecklenburg

Einen epischen Bogen spannt schließlich DER MEDICUS. Die Inszenierung unter der Regie von Werner Bauer, assistiert von Annika Hagen, erzählt die Reise eines jungen Mannes auf der Suche nach Wissen, Heilkunst und Orientierung zwischen zwei Kulturen. Die musikalische Leitung übernimmt Juheon Han, der bereits mit seiner Arbeit an der Bühne vertraut ist. Ergänzt wird das Team durch Ralf Junghöfer in der Chor-Einstudierung sowie Navina Wanzelius, die sich um die musikalische Arbeit mit den Kindern kümmert. Die choreografische Gestaltung liegt bei Bart de Clercq, während Jan Altenbockum erneut als Dance Captain fungiert. Auch hier sorgt das bewährte Trio aus Jens Janke (Bühnenbild), Fabienne Ank (Kostüme) und Philip Hager (Maskenbild) für eine konsistente und eindrucksvolle visuelle Sprache.
24. Juli bis 13. September 2026

Plakat MEDICUS© Freilichtspiele Tecklenburg

Plakat MEDICUS© Freilichtspiele Tecklenburg

Gemeinsam ist allen drei Produktionen nicht nur ihre erzählerische Kraft, sondern auch die klare visuelle Linie, die sich durch die gesamte Spielzeit zieht. Unter der künstlerischen Handschrift erfahrener Teams entstehen Inszenierungen, die sowohl ästhetisch als auch emotional überzeugen und die Möglichkeiten des Freilichttheaters konsequent ausloten. So wird die Saison 2026 in Tecklenburg zu einer Einladung, große Geschichten unter freiem Himmel neu zu entdecken – unmittelbar, lebendig und mit jener besonderen Nähe, die nur ein Ort wie dieser ermöglichen kann.
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