Faszinierende Bildwelten zwischen Japan und Europa: Die Ausstellung „Japan auf Papier in Dresden“ im Kupferstich-Kabinett widmet sich der Kunst des japanischen Farbholzschnitts und seinem Einfluss auf die Moderne.
Die Ausstellung „Japan auf Papier in Dresden“ präsentiert die bedeutende Sammlung japanischer Grafik im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im Zentrum stehen rund 300 historische Farbholzschnitte und Bücher, die um 1900 erworben wurden und heute einen der wichtigsten Bestände japanischer Kunst in Deutschland bilden.
Dresden entwickelte sich um 1900 zu einem zentralen Ort des sogenannten Japonismus – jener künstlerischen Bewegung, die europäische Künstler nachhaltig von der Ästhetik Japans inspirieren ließ. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie japanische Druckgrafik nicht nur in Asien, sondern auch in Europa eine neue Bildsprache beeinflusste.
Zu sehen sind Werke bedeutender Künstler wie Kitagawa Utamaro, Katsushika Hokusai und Utagawa Hiroshige. Ihre Darstellungen von Landschaften, Alltagsleben und Figuren zeichnen sich durch klare Linien, stilisierte Formen und eine besondere Sensibilität für Stimmung und Komposition aus. In Gegenüberstellung mit Arbeiten europäischer Künstler – darunter Henri de Toulouse-Lautrec, Edvard Munch oder James McNeill Whistler – wird der kulturelle Austausch zwischen Ost und West sichtbar. Die Ausstellung verdeutlicht, wie stark japanische Bildwelten die Entwicklung der internationalen Moderne geprägt haben.
So eröffnet „Japan auf Papier in Dresden“ einen vielschichtigen Blick auf die Kunst des Holzschnitts und zeigt, wie sich künstlerische Ideen über Kontinente hinweg entfalten und weiterentwickeln.
26. Juni bis 20. September 2026





