Mit „Festivités latines“ präsentiert das Sinfonieorchester Biel Solothurn TOBS! am 16. Dezember 2026 einen temperamentvollen Konzertabend im Kongresshaus Biel. Die chilenische Dirigentin Alejandra Urrutia und der Pianist Louis Schwizgebel gestalten ein Programm voller südlicher Klangfarben.
Den Auftakt bildet Gioachino Rossinis Ouvertüre zur Oper „Il barbiere di Siviglia“. Mit ihren schwungvollen Rhythmen, überraschenden dynamischen Kontrasten und dem berühmten Rossini-Crescendo zählt sie zu den beliebtesten Opernouvertüren des 19. Jahrhunderts. Rossinis Musik verbindet humorvolle Leichtigkeit mit virtuoser Orchesterbehandlung und eröffnet den Abend mit italienischem Temperament.
Im Mittelpunkt des ersten Konzertteils steht Camille Saint-Saëns’ Klavierkonzert Nr. 2 in g-Moll op. 22. Das 1868 entstandene Werk zeichnet sich durch eine ungewöhnliche musikalische Entwicklung aus: Auf einen ernsten, beinahe improvisatorisch wirkenden Beginn folgt ein spielerischer Mittelsatz, bevor das Konzert in einem mitreißenden Finale endet. Den anspruchsvollen Solopart übernimmt der Schweizer Pianist Louis Schwizgebel, der international für seine differenzierten Interpretationen und seine technische Brillanz geschätzt wird.
Mit Alberto Ginasteras Suite „Estancia“ op. 8 führt die musikalische Reise anschließend nach Argentinien. Der Komponist greift darin Rhythmen und Klangvorstellungen der argentinischen Volksmusik auf und verbindet sie mit einer modernen Orchestersprache. Besonders die energiegeladenen Tanzpassagen vermitteln die kraftvolle musikalische Atmosphäre Südamerikas.
Den Abschluss bildet Georges Bizets Sinfonie „Roma“. Inspiriert von italienischen Landschaften und Eindrücken, verbindet Bizet darin lyrische Melodien mit lebendigen Rhythmen und einer farbenreichen Instrumentation. Unter der Leitung von Alejandra Urrutia entsteht ein abwechslungsreicher Konzertabend, der unterschiedliche musikalische Traditionen des Mittelmeerraums und Lateinamerikas miteinander verbindet.
16. Dezember 2026















