Kaum ein Ort ist so eng mit der Geschichte der Moderne verbunden wie Dessau. Hier fand das Bauhaus ab 1925 seine prägendste Wirkungsstätte und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer der einflussreichsten Kunst-, Design- und Architekturschulen der Welt. Zum 100. Jahrestag des Umzugs nach Dessau wird dieses Erbe mit einem vielfältigen Jubiläumsprogramm gefeiert.
Bis heute prägen mehr als 300 Originalbauten aus der Bauhauszeit das Stadtbild. Das berühmte Bauhausgebäude, die Meisterhäuser und die Laubenganghäuser zählen zum UNESCO-Welterbe und machen die Ideen der Moderne unmittelbar erlebbar. In Dessau wird Bauhaus nicht nur ausgestellt – es ist Teil des alltäglichen Stadtbildes.
Nach dem Jubiläumsauftakt 2025 setzen die Feierlichkeiten 2026 zahlreiche Akzente. Zu den Höhepunkten zählen die Ausstellungen „Glas | Beton | Metall“ im Bauhausgebäude sowie „Algen | Schutt | CO₂“ im ehemaligen Kaufhaus Zeeck. Beide Projekte schlagen eine Brücke zwischen den Ideen der historischen Avantgarde und aktuellen Fragen zu Architektur, Materialität und nachhaltigem Bauen.

Bildbank-Ausstellung © SMG Dessau-Roßlau, Christian Korn
Auch darüber hinaus laden Ausstellungen, Führungen und Sonderveranstaltungen dazu ein, die Bauhausgeschichte neu zu entdecken. Das Museum für Stadtgeschichte beleuchtet die Auswirkungen der Bauhausbewegung auf das Dessau der 1920er-Jahre, während Themenführungen wie „Unsichtbares Bauhaus“ oder Rundgänge auf den Spuren von Paul Klee neue Perspektiven auf bekannte und weniger bekannte Orte eröffnen.
Ergänzt wird das Jubiläumsprogramm durch Veranstaltungen im UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz, besondere Präsentationen im Schloss Oranienbaum sowie zahlreiche Aktionen im gesamten Stadtgebiet. So wird sichtbar, wie stark die Ideen des Bauhauses Dessau bis heute prägen – und warum die Stadt auch ein Jahrhundert später als eine der bedeutendsten Adressen der Moderne gilt.





