Vergessene Spuren, sichtbare Geschichte: Die Ausstellung „Zeichen der Zeit“ im Schlesischen Museum zu Görlitz widmet sich deutschen Inschriften in Schlesien und eröffnet einen eindrucksvollen Blick auf Vergangenheit, Erinnerung und kulturelle Identität.

Die Ausstellung „Zeichen der Zeit“ macht Relikte sichtbar, die im Alltag oft übersehen werden: deutsche Inschriften an Gebäuden, Fassaden oder in Stein und Metall. Viele dieser Schriftzüge wurden im Laufe der Zeit überdeckt, verwitterten oder gerieten in Vergessenheit – und treten heute wieder zutage. Sie sind stille Zeugnisse der wechselvollen Geschichte Schlesiens und laden dazu ein, sich mit kulturellen Brüchen und Kontinuitäten auseinanderzusetzen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotografien von Thomas Voßbeck, die zwischen 2018 und 2025 entstanden sind. Ergänzt werden sie durch Texte des Kurators Dawid Smolorz, die die historischen Hintergründe der gezeigten Motive erläutern. Rund 40 ausgewählte Beispiele aus Nieder- und Oberschlesien zeigen, wie vielfältig diese Inschriften gestaltet wurden – von dekorativen Dachziegeln bis zu in Stein gemeißelten Schriftzügen.

Die Ausstellung basiert auf dem Dokumentationsprojekt „Vergessene Inschriften“ und versteht sich als Beitrag zu einer aktuellen Debatte über den Umgang mit kulturellem Erbe. Die Spuren der Vergangenheit werden dabei nicht nur als historische Relikte gezeigt, sondern als Ausgangspunkt für Fragen nach Erinnerung, Identität und dem Umgang mit Geschichte in der Gegenwart.

So entsteht ein eindrucksvoller Ausstellungsbesuch, der Geschichte sichtbar macht und gleichzeitig dazu anregt, die Zeichen der Zeit neu zu lesen.
31. Januar bis 13. September 2026

www.schlesisches-museum.de