Zwischen Fotografie, Performance und kritischer Bildanalyse: Mit „Ode to Eris“ präsentiert das Museum der bildenden Künste Leipzig eine Ausstellung der Künstlerin Roxana Rios. Ihre Arbeiten hinterfragen visuelle Traditionen und eröffnen neue Perspektiven auf Körper, Identität und gesellschaftliche Strukturen.
Die Ausstellung „Ode to Eris“ zeigt eine eigens für das Museum der bildenden Künste Leipzig entwickelte Werkserie der Künstlerin Roxana Rios. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind fotografisch-performative Neuinterpretationen ausgewählter Werke aus der museumseigenen Sammlung. Dabei setzt sich Rios intensiv mit historischen Bildtraditionen und deren Fortwirken in der Gegenwart auseinander.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Frage, wie visuelle Muster – etwa in der Porträtmalerei – gesellschaftliche Vorstellungen prägen und über Generationen hinweg weitergetragen werden. Besonders im Fokus stehen dabei Geschlechterbilder und stereotype Darstellungen, die bis heute in kulturellen Bildarchiven verankert sind. Der menschliche Körper erscheint in ihren Arbeiten zugleich als Material, Konstruktion und Ausdruck gesellschaftlicher Ordnungen.

Roxana Rios, Herrenbildnis, Sarafina, aus der Werkserie Ode to Eris, 2026 © Künstler*in und VG Bild-Kunst Bonn, 2026
Die Werke werden sowohl im Innenraum des Museums als auch an der Fassade präsentiert. Großformatige Banner treten in Dialog mit fotografischen Interventionen innerhalb der Dauerausstellung und erweitern so den klassischen Ausstellungsraum in den öffentlichen Raum hinein.
Mit „Ode to Eris“ entsteht eine vielschichtige Ausstellung, die bestehende Bildtraditionen hinterfragt und neue Denk- und Wahrnehmungsräume eröffnet. Die Arbeiten laden dazu ein, vertraute Darstellungen neu zu betrachten und den eigenen Blick kritisch zu reflektieren.
29. März 2026 bis 28. März 2027





