Mit Giuseppe Verdis „Nabucco“ erweitern die Tiroler Festspiele ihr Programm der Wintersaison um einen zusätzlichen Opernhöhepunkt. Die konzertante Aufführung bringt eines der bedeutendsten Werke des italienischen Repertoires nach Erl und verbindet musikalische Dramatik mit historischer Strahlkraft.

„Nabucco“ erzählt von Macht, Unterdrückung, Glauben und dem Wunsch nach Freiheit. Vor dem Hintergrund des babylonischen Exils entfaltet Verdi ein packendes Drama um den König Nabucco, die ehrgeizige Abigaille und ein Volk, das um seine Identität kämpft. Persönliche Schicksale und politische Konflikte greifen dabei eng ineinander und verleihen der Oper ihre bis heute faszinierende emotionale Wucht.

Mit diesem Werk gelang Verdi 1842 der internationale Durchbruch. Zugleich wurde „Nabucco“ zu einem Symbol des italienischen Risorgimento und damit jener Bewegung, die für die nationale Einigung Italiens eintrat. Der berühmte Gefangenenchor „Va, pensiero“ zählt bis heute zu den bekanntesten Chorsätzen der Operngeschichte und steht wie kaum ein anderes Musikstück für Sehnsucht, Hoffnung und Freiheitswillen.

Für die konzertante Aufführung versammeln die Tiroler Festspiele eine hochkarätige Besetzung. Im Zentrum steht Anastasia Bartoli, die international als eine der herausragenden Interpretinnen der anspruchsvollen Rolle der Abigaille gilt. Mit ihrer stimmlichen Kraft und dramatischen Ausdrucksstärke verleiht sie einer der faszinierendsten Frauenfiguren Verdis besondere Intensität.

So steht die Erweiterung der Wintersaison ganz im Zeichen von „Viva Verdi“ – jenem legendären Ruf, der einst sowohl den Komponisten feierte als auch die Hoffnung auf Freiheit und nationale Einheit verkörperte. Ein Opernabend voller großer Emotionen, eindrucksvoller Chorszenen und zeitloser musikalischer Leidenschaft.
13. Dezember 2026

www.tiroler-festspiele.at