Die Ausstellung „Dimensionen der Freiheit“ in der Kunsthalle St. Annen widmet sich einem Künstlerpaar, das die Idee von Freiheit radikal neu dachte und künstlerisch zum Ausdruck brachte.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Werk von Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt, zwei prägenden Figuren der dänischen Avantgarde und der internationalen CoBrA-Bewegung. Mehr als 150 Arbeiten aus vier Jahrzehnten zeichnen die Entwicklung ihrer eigenständigen Bildsprache nach – von frühen experimentellen Ansätzen bis hin zu einem reifen Werk, das sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegt.
Zentrale Themen ihres Schaffens sind die Landschaft und Mythologie Skandinaviens, ein spielerischer Zugang zur Kunst sowie die Idee kollektiver Kreativität. Gleichzeitig formulieren ihre Arbeiten einen subtilen gesellschaftskritischen Ansatz, der sich nicht auf den ersten Blick erschließt, sondern sich erst im intensiven Betrachten entfaltet.
Die Ausstellung versteht Freiheit dabei nicht als abstrakten Begriff, sondern als vielschichtiges Konzept: als künstlerische Selbstermächtigung, als Widerstand gegen Konventionen und als Ausdruck individueller und gesellschaftlicher Entwicklungen. Gerade im Kontext der historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts wird sichtbar, wie eng Kunst und gesellschaftliche Realität miteinander verwoben sind.
So entsteht eine umfassende Werkschau, die nicht nur zwei zentrale Positionen der Moderne würdigt, sondern auch die Frage nach Freiheit als künstlerischem und gesellschaftlichem Prinzip neu stellt – zwischen persönlichem Ausdruck, kollektiver Erfahrung und historischer Verortung.
23. Mai bis 25. Oktober 2026
















