Mit „State of Nature“ präsentieren die Landesmuseen Schleswig-Holstein eine eindrucksvolle Installation der britischen Künstlerin Rebecca Louise Law, die Natur als sinnlich erfahrbaren Raum neu erlebbar macht.
Rebecca Louise Law ist international für ihre raumgreifenden Installationen aus natürlichen Materialien bekannt. Für „State of Nature“ verwandelt sie den Ausstellungsraum in eine dichte, atmosphärische Umgebung aus getrockneten Blüten und pflanzlichen Strukturen. Wer sich durch die Installation bewegt, erlebt Natur unmittelbar: über Duft, Materialität und visuelle Fülle. Jede Blüte, jeder Halm verweist dabei auf Prozesse von Wachstum, Wandel und Vergänglichkeit – und auf die fragile Balance unserer natürlichen Lebensgrundlagen.
Der Titel der Ausstellung ist bewusst vielschichtig gewählt. „State of Nature“ greift den philosophischen Begriff des Naturzustands auf und beschreibt weniger einen historischen Ursprung als vielmehr eine Haltung: ein unmittelbares, nicht von Ordnungssystemen überformtes Verhältnis zur Natur. Es geht um Aufmerksamkeit, um Abhängigkeit und um die Frage, wie der Mensch sich in seiner Umwelt verortet.
Die Installation schafft so Räume der Konzentration und des Innehaltens. Ohne belehrend zu wirken, sensibilisiert sie für ökologische Zusammenhänge und eröffnet eine neue Perspektive auf die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur. „State of Nature“ wird damit zu einer eindringlichen, zugleich poetischen Erfahrung, die Wahrnehmung schärft und zum Nachdenken anregt.
27. Februar bis 2. November 2026
















