Wo Geschichte, Musik und Landschaft zu einer einzigartigen Kulisse verschmelzen, entsteht ein Kulturerlebnis besonderer Art. Im Renaissance-Schloss Maxlrain bei Tuntenhausen hat sich die Opernbühne Maxlrain seit Jahrzehnten als feste Größe der regionalen Kulturlandschaft etabliert. Mit Mozarts „Le nozze di Figaro“ und einem festlichen Operettenkonzert verspricht die Spielzeit 2026 musikalische Höhepunkte in historischem Ambiente.

Wer das Schloss Maxlrain besucht, taucht in eine Welt voller Geschichte und Kultur ein. Das 1580 erbaute Renaissance-Schloss liegt eingebettet in die reizvolle Landschaft des oberbayerischen Voralpenlandes und beeindruckt mit seiner Schlosskapelle, der traditionsreichen Schlossbrauerei sowie einer weithin bekannten Schlosswirtschaft. Doch längst ist Maxlrain nicht nur ein Ort historischer Architektur, sondern auch eine bedeutende Bühne für Musiktheater geworden.
Seit über vier Jahrzehnten werden in der ehemaligen Reithalle des Schlosses Opern aufgeführt. Was 1979 mit Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ in einer Scheune in Feldkirchen-Westerham begann, entwickelte sich zu einem bemerkenswerten Kulturprojekt. Ein Kreis engagierter Musikliebhaber rund um den langjährigen Dirigenten Georg Hermansdorfer legte damals den Grundstein für die heutige Opernbühne Maxlrain.
1984 fand das Ensemble seine dauerhafte Heimat auf Schloss Maxlrain. Mit der Aufführung von Mozarts „La finta semplice“ erklang erstmals Opernmusik in der historischen Reithalle. Die stetig wachsenden Produktionen führten schließlich Ende 1988 zur Gründung des Vereins Opernbühne e.V., der bis heute Träger der erfolgreichen Sommerfestspiele ist.
Ein besonderes Merkmal der Opernbühne war von Beginn an die Verbindung von professioneller Qualität und ehrenamtlichem Engagement. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Chormitglieder, Musiker sowie Helferinnen und Helfer haben über Jahrzehnte hinweg dazu beigetragen, die Opernproduktionen Jahr für Jahr zu verwirklichen. Aus einem Liebhaberorchester entwickelte sich ein Ensemble aus professionellen Musikerinnen und Musikern sowie Studierenden aus der Region zwischen München und Salzburg. Gleichzeitig blieb die Förderung junger Gesangstalente stets ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit.
Heute steht die Opernbühne unter der musikalischen Leitung von Chariklia Apostolu, die seit 2020 auch den Vereinsvorsitz innehat. Gemeinsam mit einem internationalen Solistenensemble, dem Chor und dem Orchester der Opernbühne setzt sie die erfolgreiche Tradition fort.

Schloss Maxlrain © AIB-KUR - Gesellschaft für Kur & Tourismus Bad Aibling

Schloss Maxlrain © AIB-KUR – Gesellschaft für Kur & Tourismus Bad Aibling

„Es muß was Wunderbares sein“
Die Spielzeit 2026 beginnt am 21. Juni mit der Operetten-Matinée „Es muß was Wunderbares sein“. Unter diesem vielversprechenden Titel präsentieren Solistinnen und Solisten sowie der Chor der Opernbühne bekannte Arien, Duette und Ensembles aus der Welt der Operette. Gefühlvolle Liebeserklärungen, heitere Begegnungen und bewegende Abschiede versprechen einen musikalischen Vormittag voller Charme und Lebensfreude.
21. Juni 2026

„Le nozze di Figaro“
Im Mittelpunkt des Sommers steht jedoch Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk „Le nozze di Figaro“. Die Opera buffa in vier Akten wird in der Regie von Andreas Wiedermann und unter der musikalischen Leitung von Chariklia Apostolu aufgeführt. Die turbulente Handlung rund um Graf Almaviva, Figaro, Susanna und den verliebten Pagen Cherubino zählt bis heute zu den beliebtesten Opern der Musikgeschichte. Mit Witz, Gefühl und überraschenden Wendungen entfaltet Mozart ein raffiniertes Spiel um Liebe, Eifersucht und gesellschaftliche Konventionen.
Die Aufführungen finden in der historischen Reithalle statt. Dort verbinden sich die besondere Atmosphäre des Schlosses, die eindrucksvolle Akustik und die Leidenschaft aller Mitwirkenden zu einem unverwechselbaren Opernerlebnis.
Die Opernbühne Maxlrain beweist eindrucksvoll, dass große Kultur nicht nur in den Metropolen zu Hause ist. Mit ihrem hohen künstlerischen Anspruch, ihrer regionalen Verwurzelung und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher bereichert sie seit Jahrzehnten das kulturelle Leben Oberbayerns – und lädt auch 2026 wieder zu unvergesslichen Sommerabenden voller Musik und Emotionen ein.
Opernaufführungen: 10. , 12., 15., 18. und 19. Juli 2026
www.oper-maxlrain.de

Opernbühne Maxlrain © Opernbühne Maxlrain

Opernbühne Maxlrain © Opernbühne Maxlrain