Mit Peter Hacks’ „Der Frieden“ bringt das Staatstheater Cottbus im Oktober 2026 eine ebenso komische wie politische Auseinandersetzung mit Krieg, Frieden und gesellschaftlichen Utopien auf die Bühne. Hacks greift dafür auf Aristophanes’ antike Komödie zurück und verwandelt sie in ein Theaterstück, das die große Frage stellt, wie Frieden überhaupt möglich werden kann.
Im Zentrum steht der Weinbauer Trygaios, der genug hat vom Krieg. Während die Mächtigen immer neue Gründe für die Fortsetzung der Kämpfe finden, beschließt er, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Auf einem riesigen Mistkäfer macht er sich auf den Weg zum Himmel, um bei den Göttern nachzufragen, warum sie dem endlosen Töten tatenlos zusehen.
Doch dort angekommen, muss Trygaios feststellen, dass sich die Götter längst zurückgezogen haben. Zurückgeblieben ist Polemos, der Krieg, während die Friedensgöttin Eirene in einer Höhle gefangen gehalten wird. Gemeinsam mit anderen Menschen versucht Trygaios, sie zu befreien und dem Krieg damit endlich ein Ende zu setzen.
Peter Hacks schrieb seine Bearbeitung von Aristophanes’ „Der Frieden“ Mitte der 1960er-Jahre. Aus dem mehr als zweitausend Jahre alten Stoff entwickelt er eine politische Komödie, in der die Sehnsucht nach Frieden auf die Interessen jener trifft, die vom Krieg profitieren. Gleichzeitig erzählt das Stück von der Hoffnung, dass gesellschaftliche Zustände nicht unveränderbar sind und Menschen selbst Einfluss auf ihre Zukunft nehmen können.
Gerade in einer Gegenwart, in der Krieg und die Frage nach dauerhaftem Frieden erneut die politische Debatte bestimmen, erhält der Stoff eine besondere Aktualität. Die fantastische Reise eines einfachen Weinbauern wird damit zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Verantwortung, Macht und der Frage, was eine Gesellschaft bereit ist zu tun, um Frieden tatsächlich möglich zu machen.
Am Staatstheater Cottbus ist „Der Frieden“ als Schauspielproduktion im Großen Haus zu erleben.
Premiere 17. Oktober 2026
weitere Aufführungen: 24. Oktober, 19. November, 11. und 17. Dezember 2026 sowie 17. Januar, 13. Februar und 7. März 2027










