Mit „Jesus Christ Superstar“ bringt das Staatstheater Cottbus im Januar 2027 einen der großen Klassiker des modernen Musiktheaters auf die Bühne. Andrew Lloyd Webber und Tim Rice erzählen darin die letzten Tage im Leben Jesu als energiegeladene Rockoper – und verbinden die biblische Geschichte mit einer musikalischen Sprache, die Rock, Pop, Gospel, Funk und Soul zusammenführt.
Im Mittelpunkt stehen die letzten sieben Tage Jesu von Nazareth: sein Einzug in Jerusalem, die zunehmende Verehrung durch seine Anhänger, der Konflikt mit den politischen und religiösen Autoritäten und schließlich Verrat, Verurteilung und Kreuzigung. Erzählt wird die Geschichte dabei zu großen Teilen aus der Perspektive von Judas, der die Entwicklung seines einstigen Weggefährten zunehmend kritisch betrachtet.
Gerade diese Perspektive macht „Jesus Christ Superstar“ zu mehr als einer klassischen Nacherzählung der Passionsgeschichte. Jesus erscheint nicht ausschließlich als religiöse Figur, sondern auch als Mensch, der unter den Erwartungen seiner Umgebung und seiner eigenen Rolle leidet. Gleichzeitig wird Judas nicht lediglich als Verräter gezeichnet, sondern als zerrissene Persönlichkeit, die an den Konsequenzen ihrer Entscheidungen zerbricht.
Andrew Lloyd Webber und Tim Rice schufen das Werk zunächst als Konzeptalbum, bevor „Jesus Christ Superstar“ 1971 am Broadway auf die Bühne kam. Die Verbindung einer biblischen Geschichte mit zeitgenössischer Rockmusik sorgte für Aufsehen und machte das Stück zu einem der wegweisenden Musicals seiner Zeit. Songs wie „Superstar“ und „I Don’t Know How to Love Him“ wurden weit über die Theaterwelt hinaus bekannt.
Für die Cottbuser Neuproduktion übernimmt Tomo Sugao die Regie. Das Große Haus wird dabei zur Konzertarena, in der die unmittelbare musikalische Energie des Werks in den Mittelpunkt rückt. Die musikalische Leitung liegt bei Johannes Zurl, Bühne und Video gestaltet Momme Hinrichs, die Kostüme stammen von Gisa Kuhn.
Mehr als fünf Jahrzehnte nach seiner Entstehung stellt „Jesus Christ Superstar“ damit noch immer Fragen nach Verehrung und Verrat, persönlicher Verantwortung und dem Verhältnis zwischen Individuum und Masse – getragen von einer Musik, die bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren hat.
Premiere 23. Januar 2027
weitere Aufführungen: 24. und 26. Januar, 18. und 21. Februar, 25. und 27. März, 22. April, 6. und 28. Mai sowie 23. Juni 2027










