Am 8. Februar 2026 wäre Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. Zu ihren Lebzeiten verkaufte die Künstlerin kaum eines ihrer Gemälde. Erst in den Jahrzehnten nach ihrem Tod erkannte die Kunstwelt die Magie, die in ihrem ganz eigenen Stil steckt. Heutzutage gelten die Bilder als Meilensteine des Expressionismus. Mit ihrem Schaffen und auch ihrem Leben war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Inspirationsquelle zugleich.
In vier Museen würdigt Worpswede 2026 die heute bei weitem berühmteste Kunstschaffende, die das Künstlerdorf hervorgebracht hat: Paula Modersohn-Becker. Sie wird am 8. Februar 1876 in Dresden geboren und stirbt am 20. November 1907 im Alter von nur 31 Jahren in Worpswede an einer Embolie. Unter dem gemeinsamen Titel „Impuls Paula“ widmen der Barkenhoff, die Große Kunstschau, die Worpsweder Kunsthalle und das Haus im Schluh der Künstlerin ein facettenreiches Ausstellungsprojekt, das ihre Strahlkraft weit über das Jubiläumsjahr hinaus erfahrbar macht.
Jedes der vier Worpsweder Museen folgt einer anderen Spur. Im Zentrum steht jeweils eines der Werke Paula Modersohn-Beckers. Sie geben die Impulse, die sich wie rote Fäden durch die Ausstellungen ziehen. Mal ist es der Blick auf sich selbst, mal ist es der Blick auf andere. Mal ist es die Haltung zum Gegenüber, die sich im Gemälde zeigt, und mal ist es ein Ausflug in ganz andere Sparten der Kunst. Aber immer ist es eine spannende Fährte, der die Besucherinnen und Besucher folgen können.

Paula Modersohn-Becker, 1905, photographer unknown. Barkenhoff Foundation Worpswede
Haus im Schluh - Applied. Woman + Design
At Haus im Schluh, this show highlights Paula Modersohn-Becker's interest in applied art and links it with twelve selected positions in the history of female design from 1920 to the present day - from textiles and fashion to ceramics and jewelry. The result is a tribute to female creativity that fuses art, craft and everyday life.
February 7 to November 1, 2026
Worpsweder Kunsthalle - Close up. Inès Longevial
In an exciting juxtaposition: the French artist Inès Longevial, whose expressive self-portraits question the theme of femininity in a new way. Like Modersohn-Becker, she uses her own body as a resonance chamber for emotion and identity. After stops in Paris, New York and Shanghai, Longevial is represented in Germany for the first time with a solo exhibition.
February 7 to November 1, 2026
Great art show - Respect!
Based on a peasant semi-nude by Modersohn-Becker, the exhibition examines how the depiction of people - their dignity, physicality and relationship to their environment - has changed over the decades. With works from different eras, "Respekt!" traces the development of the gaze and posture and asks what we encounter today in the image of the other.
February 7 to November 1, 2026

Paula Modersohn-Becker, Child with pearl necklace (Mieke Vogeler), 1902
Barkenhoff – ich bin/du bist. Menschenbilder
Ein vielstimmiger Dialog über das Bild des Menschen in der Kunst: Vom expressiven Selbstbildnis bis zur konzeptuellen Fotografie eröffnet die Ausstellung im Barkenhoff einen weiten Bogen über ein Jahrhundert künstlerischer Selbstbefragung. Sie zeigt, dass Porträts weit mehr sind als Abbilder – sie sind Spiegel gesellschaftlicher Normen, Projektionen von Nähe, Fremdheit und Identität.
7. Februar bis 1. November 2026






