Wenn Musik an jene Orte zurückkehrt, an denen sie einst entstand, gelebt und weitergedacht wurde, entsteht ein besonderer Zauber: Die Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich laden auch 2026 dazu ein, Klang, Geschichte und Landschaft in einzigartiger Weise zu verbinden.
Zum 66. Mal entfaltet sich mit den „Serenadenkonzerten des Landes Niederösterreich – Musik am Ursprung” eine der traditionsreichsten Konzertreihen des Landes. Vom 30. August bis 1. November 2026 wird Niederösterreich selbst zur Bühne: Elf ausgewählte Schauplätze, die eng mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten verbunden sind, werden zu Resonanzräumen einer lebendigen, vielschichtigen Konzertkultur.
Das Konzept ist ebenso klar wie wirkungsvoll: Musik wird dort erlebbar, wo sie ihren Ursprung hat. Ob in Geburtsorten wie St. Peter in der Au oder Ruprechtshofen, in Sommerresidenzen wie jenen von Hugo Wolf in Perchtoldsdorf oder Ludwig van Beethoven in Baden, oder im atmosphärisch dichten Schubert Schloss Atzenbrugg – jeder Ort erzählt seine eigene Geschichte. Diese Geschichten werden nicht nur musikalisch, sondern auch literarisch und historisch erfahrbar gemacht.Im Zentrum steht dabei nicht nur der Genius Loci, sondern vor allem die künstlerische Exzellenz der Mitwirkenden. Internationale Stars der Klassikszene prägen das Programm ebenso wie eine junge Generation, die mit frischen Perspektiven aufhorchen lässt. So sind mit Camilla Nylund, Rebecca Nelsen, Annely Peebo, Hagar Sharvit, Valer Sabadus, Rafael Fingerlos, Thomas Ebenstein, Daniel Gutmann, Jörg Schneider und Clemens Unterreiner herausragende Stimmen zu erleben, die auf den großen Opern- und Konzertbühnen der Welt zu Hause sind.

Countertenor Valer Sabadus © schneiderphotography
Gleichzeitig öffnen die Serenadenkonzerte bewusst Raum für aufstrebende Talente: Der Salzburger Bariton Benjamin Sattlecker und der junge Tenor Kieran Carrel stehen exemplarisch für eine neue Künstlergeneration, die bereits international Aufmerksamkeit erregt. Gerade diese Begegnung von etablierten Größen und jungen Stimmen verleiht der Reihe ihre besondere Spannung.
Auch instrumental überzeugt das Programm durch hohe Qualität und Vielfalt. Die Geigerinnen Laura Gfrerer, Anne Harvey-Nagl und Lena Fankhauser – letztere beide Mitglieder des Koehne-Quartetts – bringen ebenso ihre künstlerische Handschrift ein wie die Cellistin Mara Achleitner. Am Klavier sorgen Musikerpersönlichkeiten wie Eloise Bella Kohn, Andrea Linsbauer, Akemi Murakami, Sarah Tysman, Ammiel Bushakevitz, Andreas Fröschl, Pantelis Polychronidis und Manfred Schiebel für fein nuancierte Klangräume.
Ergänzt wird das musikalische Geschehen durch exzellente Ensembles wie die Junge Philharmonie Wien unter der Leitung von Michael Lessky sowie das international besetzte Trio Delyria. Eine zusätzliche Ebene entsteht durch Rezitationen namhafter Schauspielerinnen und Schauspieler wie Gerti Drassl, Petra Morzé, Philipp Kelz und Joseph Lorenz, die den Programmen eine literarische Dimension verleihen.
Das künstlerische Konzept bleibt dabei konsequent: Musik wird dort erlebbar, wo sie ihren Ursprung hat. Ob im Schubert Schloss Atzenbrugg, in den Wirkungsstätten Hugo Wolfs oder Arnold Schönbergs oder in historisch bedeutenden Gedenkräumen – jeder Ort tritt in Dialog mit den Interpretinnen und Interpreten.

Sopranistin Camilla Nylund © Shirley Suarez
Ein besonderer Akzent ist erneut die „Serenade des Exils“ in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, die an vertriebene Komponistinnen und Komponisten erinnert. Hier verbinden sich künstlerische Exzellenz und historisches Bewusstsein auf eindrucksvolle Weise.
So werden die Serenadenkonzerte Niederösterreich 2026 zu einem Festival der Begegnungen: zwischen großen Namen und neuen Stimmen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und vor allem zwischen außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern und einem Publikum, das Musik in ihrer unmittelbarsten Form erleben möchte.
30. August bis 1. November 2026
www.serenadenkonzerte.at

Carl Zeller-Geburtshaus St. Peter in der Au © Thomas Gnedt






