Mit Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ eröffnet die Semperoper Dresden im Oktober 2026 ihren Premierenreigen der neuen Spielzeit. Liebe, Freundschaft und politische Intrigen greifen in diesem Werk so eng ineinander, dass aus persönlicher Leidenschaft schließlich eine tödliche Katastrophe entsteht.
Im Zentrum steht Riccardo, Gouverneur von Boston, der Gefühle für Amelia hegt – ausgerechnet die Frau seines engsten Freundes Renato. Amelia erwidert seine Liebe, versucht jedoch, sich von ihr zu lösen. Als sie die Wahrsagerin Ulrica aufsucht, um nach einem Mittel gegen ihre Gefühle zu suchen, gerät sie immer tiefer in einen Konflikt zwischen persönlichem Verlangen und gesellschaftlicher Verpflichtung.
Gleichzeitig wird Riccardo vor einem geplanten Attentat gewarnt. Doch er nimmt die Bedrohung zunächst nicht ernst. Als Renato schließlich von der Verbindung zwischen seiner Frau und seinem Freund erfährt, schlägt seine Loyalität in Eifersucht um. Aus dem Vertrauten des Gouverneurs wird ein Mann, der sich dessen Gegnern anschließt.
Der titelgebende Maskenball bildet schließlich den Schauplatz der entscheidenden Begegnung. Zwischen Verkleidung und Enthüllung, Vertrauen und Verrat führt Verdi seine Figuren einem Ende entgegen, das bereits zuvor durch Ulricas Prophezeiung angekündigt wurde.
„Un ballo in maschera“ wurde 1859 in Rom uraufgeführt. Aufgrund der damaligen Zensurbestimmungen musste Verdi den ursprünglich an einem europäischen Königshof angesiedelten Stoff mehrfach verändern. Entstanden ist ein Werk, in dem sich politische Machtkämpfe und private Leidenschaften gegenseitig verstärken. Musikalisch verbindet Verdi dabei dramatische Zuspitzung mit lyrischen und stellenweise beinahe heiteren Momenten.
An der Semperoper gibt die international bekannte Sängerin Angela Denoke mit dieser Produktion ihr Regiedebüt am Haus. Bühne und Kostüme gestalten Timo Dentler und Okarina Peter. Chefdirigent Daniele Gatti übernimmt bei der Premierenserie die musikalische Leitung der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Francesco Meli ist als Riccardo zu erleben, Nicole Car als Amelia, Germán Enrique Alcántara als Renato und Yulia Matochkina als Ulrica.
Premiere 4. Oktober 2026
weitere Aufführungen: 7., 10., 17. und 21. Oktober 2026 sowie 5., 8., 15. und 21. Mai 2027

