Mit Francesco Cavallis „La Calisto“ präsentiert die Staatsoper Unter den Linden im Rahmen der Barocktage 2026 ein Meisterwerk der venezianischen Oper. Zwischen göttlicher Willkür, menschlichem Begehren und amourösen Verwicklungen entfaltet sich ein ebenso fantasievolles wie vielschichtiges Spiel um die mächtigste aller Leidenschaften: die Liebe.
Cavallis 1651 entstandene Oper führt in eine mythologische Welt, in der Götter, Menschen und Naturwesen gleichermaßen ihren Begierden ausgeliefert sind. Im Zentrum steht die Nymphe Calisto, um die sich ein Geflecht aus Täuschungen, Verwandlungen, Eifersucht und unerfüllter Liebe entwickelt. Ständig wechselnde Konstellationen und überraschende Wendungen lassen ernste und komische Momente unmittelbar aufeinandertreffen.
Musikalisch gehört „La Calisto“ zu den bedeutenden Werken der venezianischen Barockoper. Cavalli verbindet ausdrucksstarke Gesangslinien mit einer außergewöhnlich präzisen Charakterzeichnung und schafft damit eine Klangwelt, in der sich die unterschiedlichen Figuren und ihre Leidenschaften auf vielfältige Weise spiegeln.
An der Staatsoper Unter den Linden übernimmt Stefan Herheim die Inszenierung und nähert sich dem mythologischen Geschehen mit einer bildreichen, von „barocker Science Fiction“ inspirierten Ästhetik. Für die musikalische Leitung zeichnet Christina Pluhar verantwortlich, die gemeinsam mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata und der Akademie für Alte Musik Berlin den Klangkosmos Cavallis entfaltet. In der Titelpartie ist Vera-Lotte Boecker zu erleben, an ihrer Seite stehen unter anderem Milan Siljanov als Giove und Luciana Mancini als Diana.
Damit verspricht „La Calisto“ einen Opernabend, der die spielerische Fantasie des Barock mit einer modernen Bildsprache verbindet – und zugleich zeigt, wie zeitlos menschliche Begierden, Eifersucht und die Irrwege der Liebe sein können.
Premiere 8. November
weitere Aufführungen: 13., 15., 18. und 21. November 2026







