Mit Johann Strauß’ „Eine Nacht in Venedig“ hält im Januar 2027 venezianischer Karneval Einzug ins Stadttheater Bremerhaven. Masken, Verwechslungen, amouröse Abenteuer und die unverwechselbare Musik des Walzerkönigs verbinden sich zu einer Operette, in der für eine einzige Nacht die üblichen gesellschaftlichen Regeln außer Kraft gesetzt scheinen.

In Venedig steht der Karneval unmittelbar bevor. Herzog Guido von Urbino will die Gelegenheit nutzen, um sich ungestört seinen zahlreichen amourösen Abenteuern zu widmen. Als berüchtigter Frauenjäger hat er es dabei insbesondere auf die schönen Ehefrauen der Stadt abgesehen – sehr zum Missfallen ihrer Männer.

Doch im Schutz von Masken und Verkleidungen ist bald nicht mehr eindeutig, wer eigentlich wen verfolgt. Ehemänner versuchen, ihre Frauen vor dem Herzog zu schützen, während Täuschungen und Verwechslungen dafür sorgen, dass die Kontrolle über das Geschehen zunehmend verloren geht. Was als geplantes Liebesabenteuer beginnt, entwickelt sich zu einem turbulenten Spiel, bei dem schließlich kaum noch jemand die wahre Identität seines Gegenübers kennt.

Johann Strauß komponierte „Eine Nacht in Venedig“ auf ein Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée. Die Operette wurde 1883 uraufgeführt und verbindet schwungvolle Ensembles und Walzerklänge mit jener musikalischen Leichtigkeit, für die Strauß bis heute bekannt ist. In Bremerhaven ist das Werk in der textlichen Bearbeitung von Ernst Marischka und der musikalischen Bearbeitung von Erich Wolfgang Korngold zu erleben.

Hinter all den Masken und amourösen Verwicklungen steht dabei das Versprechen des Karnevals: Für einige Stunden dürfen gesellschaftliche Rollen verschwimmen und scheinbar feststehende Regeln ihre Gültigkeit verlieren. Gerade daraus entwickelt „Eine Nacht in Venedig“ ihren Witz, ihr Tempo und ihren besonderen Charme.

Am Stadttheater Bremerhaven übernimmt Achim Lenz die Inszenierung. Die musikalische Leitung liegt bei Hartmut Brüsch, Bühne und Kostüme gestaltet Bernhard Bruchhardt. So verwandelt sich das Große Haus mitten im norddeutschen Winter für einen Abend in das Venedig des Karnevals – mit Masken, Musik und der Aussicht darauf, dass zumindest für eine Nacht alles möglich sein könnte.
Premiere 23. Januar 2027
weitere Aufführungen: 29. Januar, 20. und 28. Februar sowie 14. und 18. März 2027

www.stadttheaterbremerhaven.de