Majestätisch thront die Burg Hohenwerfen auf einem Felsen hoch über dem Salzachtal. Um ihre Türme kreisen Greifvögel und wer die mächtigen Mauern durchschreitet, betritt eine andere Welt. Hier erlebt man Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit mit allen Sinnen. Auf der Erlebnisburg Hohenwerfen gibt es ausgehend vom Mittelalter 950 Jahre Geschichte zu bestaunen. Fixpunkt jedes Besuches ist der von unseren Guides persönlich geführte Rundgang durch die Festung. Dabei tauchen die Gäste in die Geschichte des Bauwerkes ein und erfahren manch gruseliges Detail aus längst vergangenen Tagen. Größter Beliebtheit erfreuen sich auch die Flugvorführungen des historischen Landesfalkenhofes, die auf der Burg jeden Tag zweimal (im Juli und August sogar dreimal) stattfinden. Menschen aus aller Welt besuchen die Burg, um die spektakulären Flugmanöver von Falke, Adler, Bussard und Co. aus nächster Nähe zu betrachten. Die ausgebildeten Falkner und das Falknereimuseum bieten Einblicke in ein uraltes Handwerk, das heute nur mehr an wenigen Orten authentisch gelebt wird.
Im Jahr 2026 präsentiert Burg Hohenwerfen gleich zwei große neue Ausstellungs-Highlights: Auf jeweils zwei Ebenen des Zeughauses (EG, OG und Galerien) eröffnet sich Besucherinnen und Besuchern in den beiden neuen Ausstellungen „Burgzeiten“ und „Der Aufstand: Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Bauernkrieg 1525/26“ ein facettenreicher Blick auf die Geschichte der Anlage und ihrer Rolle in der Region.

Blick in die Ausstellung „Burgzeiten“ © Salzburger Burgen und Schlösser
„Burgzeiten“: Eine Reise durch (fast) ein Jahrtausend
Die Ausstellung „Burgzeiten“ lädt zu einer Zeitreise durch die Geschichte der Burg Hohenwerfen vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit ein. Schon der Einstieg durch einen „Zeittunnel“ führt Besucherinnen und Besucher zum zentralen Thema der Schau: dem Phänomen Zeit. Am „Rad der Zeit“ navigieren Gäste entlang eines Zeitstrahls durch die wechselvolle Geschichte der Burg und entdecken dabei überraschende Geschichten und Fundstücke. Historische Waffen, Alltagsgegenstände und kuriose Einblicke in das gesellschaftliche Leben vergangener Jahrhunderte zeichnen ein lebendiges Bild der damaligen Lebenswelten. Auch jüngere Besucherinnen und Besucher kommen auf ihre Kosten: Ein „Zauberspiegel“ lässt Kinder gemeinsam mit den Burgmäusen Bärbel und Jacki spielerisch durch ein eigenes „Mäusezeitalter“ altern.
Auf der Galerie erfahren Besucherinnen und Besucher außerdem so allerhand über das gesellschaftliche Leben in Salzburg, aber vor allem auf Burg Hohenwerfen. Kuriositäten von der mittelalterlichen Kleiderordnung über die frühe Medizin bis hin zur Ernährung von Arm und Reich finden sich hier. Fundstücke erzählen Geschichten von guten wie schlechten Zeiten auf der Burg. Gedanken über die Rolle der Zeit im Leben einer Burg laden die Besucherinnen und Besucher ein, sich durch die „Burgzeiten“ treiben zu lassen, bis sie wieder im Hier und Heute ankommen. Übrigens: Das Thema Zeit wird sich ab dem Sommer mit dem „Lied der Zeit“ der Salzburger Schriftstellerin und Dialektdichterin Katharina J. Ferner auch in den persönlichen Burgführungen wiederfinden.

Blick in die Ausstellung „„Der Aufstand“ – Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Bauernkrieg 1525/26“ © Salzburger Burgen und Schlösser
„Der Aufstand“ – Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Bauernkrieg 1525/26
Die zweite neue Ausstellung im Obergeschoss und auf der oberen Galerie des Zeughauses widmet sich einem Schlüsselereignis der Regionalgeschichte: dem Salzburger Bauernkrieg von 1525/26. Unter dem Titel „„Der Aufstand: Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Bauernkrieg 1525/26“ beleuchtet sie die Rolle der Burg Hohenwerfen als Schauplatz dieses Konflikts. Damals erhoben sich Bauern aus dem Pongau gemeinsam mit Bergknappen aus dem Gasteiner Tal gegen den Fürsterzbischof Matthäus Lang. Die Burg fiel zeitweise in die Hände der Aufständischen, und adelige Geiseln wurden hier bis zum „Friedensschluss“ vom Sommer 1525 gefangen gehalten festgehalten. Das Erzstift Salzburg geriet dadurch an den Rand seiner politischen Existenz.
Multimediale Installationen lassen in der Ausstellung die Aufständischen selbst zu Wort kommen und ergänzen die überlieferte Siegergeschichte um neue Perspektiven. Ein interaktives Schachbrett lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, strategische Bündnisse der verschiedenen Konfliktparteien nachzuvollziehen – und sich die Frage zu stellen, wann Widerstand gegen Macht und Entrechtung legitim sein kann. Alles in allem ist die Ausstellung eine Einladung dazu, sich mit Fragen rund um Menschenrechte und Demokratiebewegung sowie mit Konflikten zwischen Herrschern und Beherrschten auseinanderzusetzen.
1. April bis 8. November 2026
www.burg-hohenwerfen.at

Hohenwerfen Castle © Salzburg Castles and Palaces






