Mit Marie Antoinette widmet sich das Schauspielhaus Salzburg einer der schillerndsten Figuren europäischer Geschichte – einer Frau zwischen Mythos, Macht und Missverständnis. Die musikalische Bühnenfassung nach Stefan Zweig folgt ihrem Weg vom glanzvollen Hofleben bis zum Fall in der Revolution und öffnet den Blick auf eine Persönlichkeit, die hinter Projektionen und Legenden neu sichtbar wird.

Wer war Marie Antoinette? Berüchtigte Femme Fatale oder tragische Märtyrerkönigin? Von den einen demagogisch dämonisiert, von den anderen zur Heiligen verklärt, scheint ihr Bild unter zahllosen Projektionsflächen zu verschwinden. War sie am Ende vielleicht einfach ein ganz gewöhnlicher, durchschnittlicher Charakter?

„Es gilt hinter dem Historischen die Person wieder hervorzuarbeiten“, notierte Stefan Zweig in sein Tagebuch, als er seine Biografie über die mythenumwobene Habsburger Prinzessin verfasste. Zweig zeichnet ihren Weg von der Hochzeit mit dem französischen Thronfolger und späteren König Ludwig XVI. bis zu ihrer Hinrichtung durch das Revolutionstribunal – immer auf der Suche nach ihrer wahren Persönlichkeit jenseits von Glanz,Klischee und Anklage. Mit Marie Antoinette bringen Nils Strunk und Lukas Schrenk nach der Schachnovelle am Wiener Burgtheater erneut ein Werk von Stefan Zweig als musikalisches Schauspiel auf die Bühne und nach Salzburg.
Uraufführung 25. April
weitere Aufführungen: 28., 29. und 30. April, 5., 6., 7., 9., 15., 17., 21., 22., 28., 30. und 31. Mai, 3., 5., 9., 12., 13., 20., 23., 27., 28. und 30. Juni 2026

schauspielhaus-salzburg.at