Die ehemalige Synagoge Kobersdorf gehört zu den wenigen vollständig erhaltenen Gebäuden der historischen „Sieben Gemeinden“ im Burgenland und hat sich nach umfassender Restaurierung als lebendiger Lern- und Gedenkort etabliert. Das im 19. Jahrhundert errichtete jüdische Gebetshaus öffnet heute seine Türen für Schulklassen aus der ganzen Region und vermittelt Geschichte, Kultur und Religion unmittelbar am authentischen Ort.
Im Zentrum der Bildungsangebote steht die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Holocaust. Schülerinnen und Schüler besuchen nicht nur die Synagoge selbst, sondern erkunden auch das frühere jüdische Viertel und – je nach Programm – den jüdischen Friedhof in Kobersdorf. Die praxisnahen Lernmodule knüpfen an Lehrpläne in Geschichte, Religion, Ethik und politischer Bildung an und machen Demokratiebildung, Empathie und Zivilcourage für junge Menschen erfahrbar.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betont die Bedeutung des Projekts: „Die ehemalige Synagoge Kobersdorf ist ein einzigartiger Lern- und Gedenkort, an dem jüdische Geschichte unserer Region unmittelbar spürbar wird. Erinnerungskultur soll kein Randthema sein, sondern ein fixer Bestandteil der Schulbildung im Burgenland.“

Im Zentrum der Bildungsangebote steht die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Holocaust. © KBB Burgenland
Im Programm „Spurensuche in Kobersdorf“ arbeiten Klassen mit eigens entwickelten Unterrichtsmaterialien, recherchieren vor Ort zur Geschichte des Ortes und setzen sich mit Themen wie Antisemitismus und sozialer Verantwortung auseinander. Pädagoginnen und Pädagogen können die Materialien flexibel nutzen, ergänzt durch digitale Angebote über die Lernplattform LMS.at. Ergänzend bieten erfahrene Partner wie der Verein Granatapfel Kulturvermittlung und das Dialogprojekt „Likrat“ mit jüdischen Jugendlichen mehrstündige Workshops an, die Shoah Education, interkulturelles Lernen und interreligiösen Dialog verbinden.
Darüber hinaus stehen klassische Führungen durch Synagoge und Friedhof zur Verfügung, ebenso wie vertiefende Module zu Extremismus, Hass im Netz und demokratischer Verantwortung. Die Formate sind für Schulen größtenteils kostenfrei, einzelne Dialogmodule werden mit einem symbolischen Beitrag pro Schülerin und Schüler angeboten. So entstehen maßgeschneiderte Bildungsangebote, die historische Fakten, persönliche Geschichten und gesellschaftliche Relevanz eindrucksvoll miteinander verbinden.
Die ehemalige Synagoge Kobersdorf zeigt eindrucksvoll, wie Geschichte am authentischen Ort lebendig werden kann. Sie ist nicht nur ein Denkmal der Vergangenheit, sondern ein aktiver Lernort, der junge Menschen sensibilisiert, Erinnern mit Verantwortung verknüpft und demokratisches Handeln fördert.
Interessierte Schulen können Termine ganzjährig buchen. Buchungen und Rückfragen
Tel: +43 (0) 664 85 44 527
[email protected]
www.synagoge-kobersdorf.at

„Spurensuche in Kobersdorf“ © KBB Burgenland






