Bad Ischl – Synonym für Sommerfrische, mondäne Kurtradition und musikalische Glanzmomente – erwacht auch 2026 wieder zum Mekka der Operette. Unter der Intendanz von Erfolgsregisseur Thomas Enzinger lädt das größte Operettenfestival Österreichs ins klimatisierte und regensichere Kongress & TheaterHaus, das altehrwürdige Kurhaus der Stadt. Hier trifft Niveau auf Unterhaltung, Tradition auf frischen Witz, und das Publikum kann sich auf unvergessliche Sommerabende voller Charme, Melodie und Humor freuen.
Die Saison beginnt mit einem wahren Triumpfstück der Operettenliteratur: Boccaccio von Franz von Suppè. Die mittelalterliche Stadt Florenz gerät ins Chaos, als der legendäre Dichter Boccaccio mit seinen freizügigen Novellen die ehrwürdigen Herren der Stadt empört – und gleichzeitig die Herzen der Damen erobert. Liebe, Humor und amouröse Verwicklungen treffen auf eine brillante musikalische Ausstattung, die von Raffinesse, Übermut und Ohrwürmern nur so strotzt. Die Premiere am 11. Juli verspricht Operettenkunst vom Feinsten.
Boccaccio © Lehár Festival Bad Ichl
Für die jüngsten Theaterfans wird „Boccaccio für Kinder“ am 1. August 2026 zu einem interaktiven Erlebnis: Selbst dirigieren, mitsingen, mittanzen und hinter die Kulissen der Operette schauen. Intendant Thomas Enzinger moderiert die Aufführung, bei der alle Beteiligten auf ihre Gage verzichten. Der Eintritt ist frei, Spenden gehen zu 100 % an Licht ins Dunkel. Ein Erlebnis, das von 0 bis 99 Jahren begeistert.
Nur eine Woche später entfaltet sich mit Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán ein musikalisches Feuerwerk ungarischen Flairs. Die titelgebende Gräfin entkommt ihren Verehrern durch eine fingierte Verlobung, doch das heitere Chaos nimmt seinen Lauf, als der erfundene Baron plötzlich höchst real erscheint. Rasanter Csárdás, unvergessliche Evergreens und charmante Schlagermelodien machen diese Premiere am 18. Juli zu einem Höhepunkt der Saison.
Gräfin Mariza © Lehár Festival Bad Ichl
Neu im Programm ist das selten gespielte Kleinod Der Göttergatte von Franz Lehár. Am 14. August erlebt das Publikum eine halbszenische Premiere dieser charmanten Operette, in der Lehár und seine Librettisten die griechische Mythologie auf die Bühne bringen. Jupiter, Merkur und Juno mischen sich unter die Sterblichen, Intrigen, Verführung und ein humorvolles Gefühlschaos sind garantiert – umrahmt von Lehárs einfallsreicher, berührender Musik.
Zwischen den großen Operettenproduktionen feiert das Festival seine 65-jährige Geschichte mit dem Gala-Konzert „Ein Hoch der Operette!“ am 30. Juli. Große Gefühle, mitreißende Melodien, humorvolle Einlagen – das Franz Lehár-Orchester unter Matthias Achleitner spielt, die Sängerinnen und Sänger des Festivals singen, und Thomas Enzinger führt durch einen Abend voller Glanz und Lebensfreude.
Weitere Highlights der Saison widmen sich Musikgeschichte und außergewöhnlichen Perspektiven auf die Operette: Bei der Matinee „Ein kleiner Slow-Fox mit Mary“ (26. Juli) werden Diven der 1920er Jahre geehrt, deren Karrieren oft durch politische Umstände unterbrochen wurden, während „Damals im Radio“ am 18. August die Schlagermusik der 1930er bis 1970er Jahre lebendig werden lässt. „Fräulein, bitte sind Sie musikalisch?“ (23. August) rückt vergessene Komponistinnen wie Camilla Frydan und Henry Love ins Licht, während das Symposium „Song als Bühne“ (21. August) die ästhetische und kulturelle Bedeutung von Songs, Operette und Musical reflektiert.
Der Göttergatte © Lehár Festival Bad Ichl
Abgerundet wird das Festival durch die Ausstellung „Giovanni Boccaccio im Leben und auf der Bühne“ (11. Juli bis 30. August), die den Renaissance-Dichter und seine Rezeptionsgeschichte in Operette und Literatur beleuchtet. Kuratorin Marie-Theres Arnbom hat in Kooperation mit Theatermuseum und Österreichischer Nationalbibliothek ein facettenreiches Begleitprogramm zusammengestellt.
Das Lehár Festival Bad Ischl 2026 verspricht: Operette in all ihren Facetten – mit Herz, Humor, historischen Bezügen und lebendigem Musizieren. Hier werden Traditionen gepflegt, neue Perspektiven eröffnet und das Publikum auf eine sommerliche Reise durch Melodien, Geschichten und Gefühle entführt. Ein Festival, das Generationen verbindet und die Operette als lebendige Kunstform feiert.
11. Juli bis 30. August 2026
www.leharfestival.at






