Mit Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ bringt das Theater an der Wien eine der düstersten und zugleich faszinierendsten Opern der Romantik auf die Bühne – ein Werk zwischen Sehnsucht, Verdammnis und Erlösung.

Wagners Oper erzählt von einem geheimnisvollen Seefahrer, der dazu verdammt ist, rastlos über die Meere zu irren und nur durch die bedingungslose Treue einer Frau Erlösung finden kann. Im Zentrum steht die Begegnung zwischen dem Holländer und Senta, die sich von seiner düsteren Erscheinung und seiner existenziellen Einsamkeit angezogen fühlt. Zwischen beiden entwickelt sich eine Verbindung, die zwischen romantischer Vision, Obsession und Opferbereitschaft oszilliert.

Musikalisch markiert „Der fliegende Holländer“ einen entscheidenden Schritt in Wagners Entwicklung. Sturmartige Orchesterpassagen, leitmotivische Strukturen und große emotionale Steigerungen verbinden sich zu einer Klangwelt von unmittelbarer Wucht. Besonders die musikalische Darstellung des Meeres und der unaufhörlichen Bewegung des Schicksals prägt die Atmosphäre des Werks nachhaltig.

Für die Neuproduktion am Theater an der Wien übernimmt Robert Jindra die musikalische Leitung, während Philipp Stölzl für Inszenierung und Licht verantwortlich zeichnet. Gemeinsam entwickeln sie einen Zugang, der die düstere Bildkraft und psychologische Intensität der Oper in den Mittelpunkt rückt.

So entfaltet sich ein Opernabend, der romantische Schauergeschichte und existenzielles Drama miteinander verbindet. Zwischen Mythos, Naturgewalt und menschlicher Sehnsucht bleibt „Der fliegende Holländer“ eines der eindringlichsten Werke des frühen Wagner – musikalisch überwältigend und atmosphärisch von ungebrochener Wirkung.
Premiere 17. Oktober
weitere Aufführungen: 20., 22., 25., 28. und 30. Oktober 2026

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