Mit Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ bringt das Theater Trier im November 2026 einen der großen Klassiker des deutschsprachigen Opernrepertoires auf die Bühne. Das bekannte Märchen der Brüder Grimm wird dabei zu einer Geschichte über Armut und Angst, familiären Zusammenhalt und den Mut zweier Kinder, die sich einer bedrohlichen Welt stellen müssen.

Im Haus eines armen Besenbinders leiden Hänsel und Gretel unter Hunger und Entbehrungen. Als ihre Mutter die beiden zum Beerensuchen in den Wald schickt, verirren sie sich. Mit zunehmender Dunkelheit verwandelt sich der zunächst vertraute Wald in einen unheimlichen Ort. Erst das Sandmännchen beruhigt die Geschwister und begleitet sie in den Schlaf.

Am nächsten Morgen entdecken Hänsel und Gretel das verlockende Lebkuchenhaus einer Hexe. Doch hinter Süßigkeiten und vermeintlicher Geborgenheit verbirgt sich eine tödliche Gefahr: Die Hexe verwandelt Kinder in Lebkuchen. Nun müssen die Geschwister zusammenhalten und einen Weg finden, sich selbst und die bereits verzauberten Kinder zu retten.

Humperdinck verband in seiner 1893 uraufgeführten Oper spätromantische Orchesterfarben mit volksliedhaften Melodien. Hinter der märchenhaften Oberfläche stehen dabei durchaus ernste Themen – von existenzieller Not und Verlustängsten bis zur Verantwortung der Eltern für ihre Kinder.

Am Theater Trier übernimmt Benedikt Arnold die Inszenierung. Die musikalische Leitung liegt bei Wouter Padberg, das Bühnenbild stammt von Alfred Peter und die Kostüme gestaltet Charlotte Morache. Lara Rieken ist als Gretel zu erleben, Janja Vuletić als Knusperhexe, Yuriy Hadzetskyy als Peter und Danita Weatherstone als Gertrud.
Damit kehrt „Hänsel und Gretel“ zehn Jahre nach der letzten Trierer Produktion zurück. Zugleich eröffnet das Werk die Jubiläumsspielzeit des Kinder- und Jugendchores – und verbindet eine der bekanntesten Märchengeschichten überhaupt mit Humperdincks zwischen Dunkelheit und Zuversicht changierender Musik.
Premiere 14. November 
weitere Aufführungen: 17., 22. und 29. November sowie 5., 22., 25. und 29. Dezember 2026

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