Mit den Wiener Philharmonikern und dem finnischen Dirigenten Klaus Mäkelä steht im Dezember 2026 ein außergewöhnlicher Orchesterabend auf dem Programm des Großen Musikvereinssaals. Drei Werke aus unterschiedlichen Epochen der musikalischen Moderne verbinden sich zu einem Konzert, das von impressionistischen Klangfarben über zeitgenössische Orchesterkunst bis zu einem der revolutionärsten Werke der Musikgeschichte führt.
Den Auftakt bildet Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“, das 1894 uraufgeführt wurde und zu den Schlüsselwerken des musikalischen Impressionismus zählt. Inspiriert von einem Gedicht Stéphane Mallarmés, entfaltet Debussy eine schwebende, sinnliche Klangwelt, in der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen. Mit Thomas Adès’ „Asyla“ folgt ein Werk aus dem Jahr 1997, das die Ausdrucksmöglichkeiten des großen Orchesters mit faszinierenden Klangkontrasten, rhythmischer Energie und ungewöhnlichen musikalischen Strukturen erweitert.
Den Höhepunkt des Abends bildet Igor Strawinskys „Le Sacre du printemps“. Das 1913 in Paris uraufgeführte Ballett sorgte mit seinen kompromisslosen Rhythmen, schroffen Harmonien und seiner archaischen Klangsprache für einen der berühmtesten Skandale der Musikgeschichte. Heute gilt es als Meilenstein der Moderne und als eine der eindrucksvollsten Herausforderungen für jedes Spitzenorchester.
Am Pult der Wiener Philharmoniker steht Klaus Mäkelä, der international zu den gefragtesten Dirigenten seiner Generation zählt. Seine Interpretationen zeichnen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit den musikalischen Strukturen und eine besondere Sensibilität für orchestrale Klangfarben aus. Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern präsentiert er ein Programm, das die Entwicklung der Orchestermusik vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart eindrucksvoll hörbar macht.
19., 20. und 21. Dezember 2026






