Mit einer festlichen Beethoven-Gala gastiert Rudolf Buchbinder am 25. Februar 2027 im Stefaniensaal des Musikvereins Graz. Der international gefeierte Pianist widmet sich an diesem Abend fünf Klaviersonaten Ludwig van Beethovens.

Den Auftakt bildet die Klaviersonate Nr. 1 in f-Moll op. 2 Nr. 1. Bereits in diesem frühen Werk zeigt sich Beethovens eigenständige musikalische Handschrift, die klassische Formen mit einer außergewöhnlichen dramatischen Ausdruckskraft verbindet. Es folgt die Sonate Nr. 10 in G-Dur op. 14 Nr. 2, deren heiterer und spielerischer Charakter einen reizvollen Kontrast zum leidenschaftlichen Beginn des Programms bildet.

Mit der Klaviersonate Nr. 13 in Es-Dur op. 27 Nr. 1, die Beethoven mit der Bezeichnung „Sonata quasi una fantasia“ versah, rückt ein besonders experimentierfreudiges Werk in den Mittelpunkt. Die traditionelle Satzfolge wird aufgelöst und durch eine freiere musikalische Gestaltung ersetzt. Anschließend erklingt die groß angelegte Klaviersonate Nr. 4 in Es-Dur op. 7, die durch ihren sinfonischen Anspruch und ihre weitgespannten musikalischen Entwicklungen beeindruckt.

Den Abschluss bildet die berühmte Klaviersonate Nr. 14 in cis-Moll op. 27 Nr. 2, die unter dem Namen „Mondscheinsonate“ weltweite Bekanntheit erlangte. Ihr geheimnisvoller erster Satz, das lyrische Allegretto und das leidenschaftliche Finale zählen zu den eindrucksvollsten Momenten der Klavierliteratur. Gerade die Verbindung von zurückhaltender Innerlichkeit und dramatischer Intensität macht die besondere Faszination dieses Werkes aus.

Rudolf Buchbinder beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit Beethovens Klaviermusik und gehört zu den bedeutendsten Interpreten seiner Sonaten und Klavierkonzerte. Im Beethovenjahr 2027 präsentiert er im Musikverein Graz ein Programm, das unterschiedliche Schaffensphasen des Komponisten miteinander verbindet und dessen musikalische Entwicklung eindrucksvoll nachvollziehbar macht.
25. Februar 2027

musikverein-graz.at