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Eine „unplugged“ musikalische Zeitreise mit der österreichischen Liedermacherlegende Wolfgang Ambros (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), Günter Dzikowski (Tasten und Gesang) und Roland Vogl (Gitarre, Bass und Gesang).

Die Reduktion auf das Wesentliche, die Suche nach der Essenz ihrer Musik hat schon vielen Künstlern gut getan, sofern ihre Musik überhaupt eine Essenz, eine Seele hat. Dass die Musik des Wolfgang Ambros Seele hat, steht außer Zweifel. Eine kratzbürstige vielleicht, eine große ganz sicher. Die musikalischen Verdienste dieses Mannes sind Legion, kaum jemand hat über ur-wienerische und österreichische Befindlichkeiten solche Worte gesungen wie er, so treffend, dass sie als Kommentare zu einer Welt, die in ihrem Kern doch immer gleich bleibt, Jahrzehnte überdauern.
Kaum jemand hat die Kombination von Existentiellem (die Liebe, der Tod und der ganze Rest), Leichtigkeit und vollmundigem „Schmäh” so hingebracht wie er, denken wir nur, als eines von zahllosen Beispielen, an „Es lebe der Zentralfriedhof”. Und niemand hat sich der Arbeit von so großen Künstlern wie Bob Dylan, Hans Moser, Tom Waits oder Neil Young so angenommen wie er, ohne dabei je Peinlichkeiten zu produzieren oder das schale Gefühl zu hinterlassen, sich auf die Schultern von Riesen zu stellen.
10. und 11. Mai 2023

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