Die Konzertkirche Neubrandenburg – ehemals St. Marienkirche – ist ein faszinierendes Beispiel für die gelungene Symbiose aus historischer Architektur und zeitgenössischer Konzertkunst. Ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet und im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde sie ab 1975 konsequent als Konzertsaal wiederaufgebaut. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2001 begeistert sie als moderne Musikstätte in einer gotischen Backsteinhülle.
Im Inneren erwartet Besucher ein spektakulärer „Raum im Raum“-Saal aus Glas, Beton, Stahl und Holz mit einer hervorragenden Akustik, die jedem Genre – Philharmonie, Oper, Musical, Ballett oder Lesung – eine besondere Klangbühne bietet. Platz finden bis zu 850 Personen, ergänzt durch Rollstuhlplätze für Barrierefreiheit.
Ein besonderes Highlight ist der Turmbereich mit der Dauerausstellung „Wege zur Backsteingotik“ sowie einer multimedialen 360°-Projektion im Oktogon, die einen historischen Blick auf Neubrandenburg um 1900 zeigt. Zudem trägt eine 2017 eingeweihte 70-registrige Konzertorgel zur klanglichen Vielfalt bei.

Konzert in der Konzertkirche © Konzertkirche Neubrandenburg
Die Konzertkirche ist Stammspielstätte der Neubrandenburger Philharmonie und ein zentraler Ort der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, gastfreundlich für nationale und internationale Ensembles, Jugendorchester und E‑Musicals. Die Konzertkirche macht Geschichte hörbar und sichtbar – hier verschmilzt ehrwürdige Backsteingotik mit modernster Konzertarchitektur. Sie bietet ein beeindruckendes Erlebnis für Liebhaber akustischer Höhepunkte und historischer Räume – ein Muss für Kulturbegeisterte in der Vier-Tore-Stadt.



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