Wenn im Frühling die Hügel des Südburgenlands ans Licht rücken und die Burg Schlaining ihre altehrwürdigen Mauern aus dem Winternebel löst, beginnt in Stadtschlaining ein Festival, das wie kaum ein anderes den Dialog zwischen Musik, Sprache und Theater sucht: der Klangfrühling Schlaining. Die Ausgabe 2026 steht unter dem programmatischen Motto Λόγος (LOGOS) — ein Stichwort, das zugleich Wort, Sinn und Vernunft meint und die schöpferische Kraft des Transfers zwischen Disziplinen betont.
Neu in diesem Jahr ist ein Pre-Opening am 4. März 2026: ein verfrühter Tonfall, der Neugier weckt und die Erwartung auf das umfassende Festival im Mai schürt. Der eigentliche Festivalzeitraum reicht vom 9. bis 17. Mai 2026, und als Hauptspielort fungiert erneut das Granarium in der Burg Schlaining. Dieser große, lichte Saal mit seiner imposanten Burgmauer verbindet historischen Charme und moderne Technik — ideal für Abende, in denen Stimme, Instrument und Raum zu einem gemeinsamen Erlebnis verschmelzen. Zusätzlich werden die fünf Ortsteile — Altschlaining, Drumling, Goberling, Neumarkt im Tauchental und Stadtschlaining — in das Programm eingebunden: Das Festival macht die Region selbst zur Bühne.
LOGOS will in diesem Jahr Formen der Um- und Neugestaltung nachspüren: Wie wandelbar ist Sprache? Wie transformiert Klang Bedeutung? Und wie entsteht überhaupt ein kreativer Transfer zwischen Denken und Tun?
Diese Fragen durchziehen die Highlights des Programms: Am 10. Mai eröffnet Philipp Hochmair mit „Hochmair, wo bist du?“ — einer Performance, die theatralische Stimme und elektroakustische Klangräume verknüpft. Hochmair sprengt das klassische Konzertpodium: Hofmannsthals Jedermann, Schillers Balladen, Sprachrituale werden zur Basis einer intensiven, fast körperlich erfahrbaren Selbstbefragung, begleitet von Elektrobeats, verzerrter Gitarre und Cello-Samples.

Clara Frühstück © Moritz Schell
in poetisch-dichter Abend folgt am 14. Mai: Mavie Hörbiger und Clara Frühstück lesen und spielen „Robert träumt von Else“ — eine szenische Annäherung an Schnitzlers Fräulein Else. Hörbigers Stimme und Frühstücks Klavier schaffen einen inneren Raum, in dem Moral, Abhängigkeit und Selbstbestimmung auf ungeheure Weise gegenwärtig werden.
Am 15. Mai treffen Erika Pluhar, Matthias Schorn (Wiener Philharmoniker) und Roland Guggenbichler in kammermusikalischer Intimität aufeinander: Texte, Klarinette und Klavier verschränken sich zu einem Abend, der Lyrik und musikalische Einfühlung in ein gemeinsames Atemfeld bringt.

Erika Pluhar © Erika Pluhar
Am 15. Mai treffen Erika Pluhar, Matthias Schorn (Wiener Philharmoniker) und Roland Guggenbichler in kammermusikalischer Intimität aufeinander: Texte, Klarinette und Klavier verschränken sich zu einem Abend, der Lyrik und musikalische Einfühlung in ein gemeinsames Atemfeld bringt.
Den Abschluss bildet am 17. Mai das Vienna Symphony Jazz Project: ein kraftvolles Crossover, das symphonische Themen durch jazzige Arrangements neu konturiert und so LOGOS als lebendigen Austausch der Stile erfahrbar macht.
9. bis 17. Mai 2026
Pre-Opening: 4. März 2026
www.klangfestivalschlaining.at

Vienna Symphony Jazz Project © Vienna Symphony Jazz Project






